“Just doing something different”—Self-Positioning, Eigen-Sinn and Traces of Concrete Utopia in Biographical Narratives of Punk in the GDR
摘要
Aufbauend auf Saša Bosančićs (2018, 2019) kritischer Methodologie der Interpretativen Subjektivierungsanalyse untersucht dieser Artikel Prozesse der Selbstpositionierung in biografischen Erzählungen von Menschen, die sich mit Punk in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) identifizieren. Durch die Verbindung von ISA mit dem konzeptuellen Vokabular des Eigen-Sinns (Lüdtke 2015) untersuche ich ambivalente Formen von Handlungsmacht innerhalb von Subjektformation. Dabei analysiere ich, wie die Interviewten Punk auf unterschiedliche Weise (re)interpretieren und aneignen, indem sie auf spezifische Wissensbestände zurückgreifen, die durch ihre Erfahrungen in der subkulturellen Szene während des Staatssozialismus geprägt sind. Ferner untersuche ich mit Bloch (2019) sowie queeren subkulturellen Perspektiven (Halberstam 2005; Muñoz 2009) wie Subjektivierungsprozesse auch handlungsleitende Spuren konkreter Utopie beinhalten und dadurch nicht-normative sowie emanzipatorische Formen von Kollektivität und Relationalität in Gegenwart und Zukunft mobilisieren können.