‚Adaptive Subjekte‘ fragt nach den Weisen der Subjektwerdung. Wir gehen davon aus, dass Diskurse, Materialität und Akteur*innen Subjekten nicht vorgängig sind oder diese unabhängig voneinander existieren, sondern in der Konstitution von Subjekten verbunden sind. Als Adaption bezeichnen wir die Befähigung von Subjekten, sich gleichzeitig von derartigen Ordnungen abzugrenzen als auch diese anzueignen. Damit markiert Adaption die Notwendigkeit sich selbst sowie die eigene soziale Umwelt auszugestalten. Um ‚Adaption‘ als Befähigung von Subjekten und die darin angelegten Möglichkeiten der Gleichzeitigkeit von Mit-Machen und Gegen-Halten in den Blick zu nehmen, fokussieren wir drei analytische Kategorien. Erstens betonen wir das Prozessverständnis der Subjektivierung, um ‚Adaption‘ rekonstruktiv sichtbar zu machen. Zweitens verweisen wir auf den eigenmächtigen Umgang von Subjekten mit diskursiven Anrufungen, der als Eigen-Sinn beobachtbar ist. Drittens verorten wir durch die gleichzeitige Diskussion von Unterwerfung und Widerstand die Frage der Subjektkonstitution wissenssoziologisch-interpretativer und poststrukturalistisch-differenztheoretischer Subjektivierungskonzepte als empirische Frage. Für solche Analysen schlagen wir konkrete Aspekte von Subjektivierungsprozessen vor, welche den vorliegenden Band gliedern: Mehrdeutigkeit, Passagen, Schmerz und Eingriffe.

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Linking Collaboration and Contradiction: Zur Erforschung Adaptiver Subjekte

  • Stefan Röhrer,
  • Noemi Trucco,
  • Doris Pokitsch,
  • Folke Brodersen

摘要

‚Adaptive Subjekte‘ fragt nach den Weisen der Subjektwerdung. Wir gehen davon aus, dass Diskurse, Materialität und Akteur*innen Subjekten nicht vorgängig sind oder diese unabhängig voneinander existieren, sondern in der Konstitution von Subjekten verbunden sind. Als Adaption bezeichnen wir die Befähigung von Subjekten, sich gleichzeitig von derartigen Ordnungen abzugrenzen als auch diese anzueignen. Damit markiert Adaption die Notwendigkeit sich selbst sowie die eigene soziale Umwelt auszugestalten. Um ‚Adaption‘ als Befähigung von Subjekten und die darin angelegten Möglichkeiten der Gleichzeitigkeit von Mit-Machen und Gegen-Halten in den Blick zu nehmen, fokussieren wir drei analytische Kategorien. Erstens betonen wir das Prozessverständnis der Subjektivierung, um ‚Adaption‘ rekonstruktiv sichtbar zu machen. Zweitens verweisen wir auf den eigenmächtigen Umgang von Subjekten mit diskursiven Anrufungen, der als Eigen-Sinn beobachtbar ist. Drittens verorten wir durch die gleichzeitige Diskussion von Unterwerfung und Widerstand die Frage der Subjektkonstitution wissenssoziologisch-interpretativer und poststrukturalistisch-differenztheoretischer Subjektivierungskonzepte als empirische Frage. Für solche Analysen schlagen wir konkrete Aspekte von Subjektivierungsprozessen vor, welche den vorliegenden Band gliedern: Mehrdeutigkeit, Passagen, Schmerz und Eingriffe.