Implantierbare Cyborg-Technologien sind digitale Systeme, die dauerhaft mit menschlichem Gewebe interagieren und damit zur Kategorie „Implantable Medical Devices“ (IMD) zählen. Solche Systeme verlassen zunehmend die rein klinische Nische und erreichen ein gesundes, technikoffenes Alltagssegment. Bisherige Studien trennten jedoch soziologische Akzeptanzforschung von techno-organisatorischen Fragen der User Experience (UX), der Plattform-Interoperabilität und des Change-Managements (CM). Aufbauend auf 17 Leitfadeninterviews (Oktober bis November 2024) sowie einer Rapid Review zu Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR) – einem Standard für den strukturierten Austausch von Gesundheitsdaten – und open Electronic Health Record (openEHR)-Architekturen untersucht diese Primärstudie, welche ursächlichen Faktoren mit Einfluss auf die UX (sog. UX-Determinanten) die Akzeptanz, Langzeitnutzung und Emotionsprofile prägen, wie eine semantisch standardisierte „Platform-as-a-Service“-Logik auf Basis von FHIR und openEHR diese Faktoren beeinflusst und welche CM-Strategien Widerstände in Gesundheitsökosystemen abbauen können.

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Cyborg-Technologie im Alltag: Implantate, Interoperabilität und User Experience

  • Alexander Maximilian Lutz

摘要

Implantierbare Cyborg-Technologien sind digitale Systeme, die dauerhaft mit menschlichem Gewebe interagieren und damit zur Kategorie „Implantable Medical Devices“ (IMD) zählen. Solche Systeme verlassen zunehmend die rein klinische Nische und erreichen ein gesundes, technikoffenes Alltagssegment. Bisherige Studien trennten jedoch soziologische Akzeptanzforschung von techno-organisatorischen Fragen der User Experience (UX), der Plattform-Interoperabilität und des Change-Managements (CM). Aufbauend auf 17 Leitfadeninterviews (Oktober bis November 2024) sowie einer Rapid Review zu Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR) – einem Standard für den strukturierten Austausch von Gesundheitsdaten – und open Electronic Health Record (openEHR)-Architekturen untersucht diese Primärstudie, welche ursächlichen Faktoren mit Einfluss auf die UX (sog. UX-Determinanten) die Akzeptanz, Langzeitnutzung und Emotionsprofile prägen, wie eine semantisch standardisierte „Platform-as-a-Service“-Logik auf Basis von FHIR und openEHR diese Faktoren beeinflusst und welche CM-Strategien Widerstände in Gesundheitsökosystemen abbauen können.