Gruppenverfahren bieten ein bedeutsames Potenzial der Erkenntnisgewinnung und können in unterschiedlichen Variationen sowie in Kombination mit verschiedenen anderen Methoden eingesetzt werden. In der Literatur finden sich bestimmte Varianten und Einsatzmöglichkeiten gehäuft, während andere deutlich unterrepräsentiert sind; hieraus lassen sich einige Forschungsdesiderata im Hinblick auf die Umsetzung von Gruppenverfahren ableiten. Zum einen betrifft dies Diskussionen, bei denen der Fokus auf der Interaktion sowie der Gruppendynamik der Teilnehmenden liegt und die sich in der Planung, Gestaltung und Analyse in einem interpretativ-rekonstruktiven Ansatz verorten. Gerade im Sinne des Prinzips der Offenheit qualitativer Forschung möchten wir hier dafür plädieren, mehr interpretative und rekonstruktive Forschung zu wagen. Zum anderen gilt dies im Hinblick auf die Teilhabe von sogenannten ‚schwer erreichbaren‘ Personen an Gruppenverfahren im Gesundheitsbereich, was auf das Desiderat einer stärker diversitätssensiblen Planung entsprechender Vorhaben hinweist.

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Gruppendiskussionen und Fokusgruppen

  • Saskia Jünger,
  • Margret Xyländer

摘要

Gruppenverfahren bieten ein bedeutsames Potenzial der Erkenntnisgewinnung und können in unterschiedlichen Variationen sowie in Kombination mit verschiedenen anderen Methoden eingesetzt werden. In der Literatur finden sich bestimmte Varianten und Einsatzmöglichkeiten gehäuft, während andere deutlich unterrepräsentiert sind; hieraus lassen sich einige Forschungsdesiderata im Hinblick auf die Umsetzung von Gruppenverfahren ableiten. Zum einen betrifft dies Diskussionen, bei denen der Fokus auf der Interaktion sowie der Gruppendynamik der Teilnehmenden liegt und die sich in der Planung, Gestaltung und Analyse in einem interpretativ-rekonstruktiven Ansatz verorten. Gerade im Sinne des Prinzips der Offenheit qualitativer Forschung möchten wir hier dafür plädieren, mehr interpretative und rekonstruktive Forschung zu wagen. Zum anderen gilt dies im Hinblick auf die Teilhabe von sogenannten ‚schwer erreichbaren‘ Personen an Gruppenverfahren im Gesundheitsbereich, was auf das Desiderat einer stärker diversitätssensiblen Planung entsprechender Vorhaben hinweist.