Aufgaben der Fabrikplanung
摘要
Die Fabrikplanung wird in Anlehnung an die VDI 5200 2009 als der systematische Prozess zur Planung einer Fabrik von der ersten Idee bis zum Anlauf der Produktion definiert. Eine erweiterte Begriffsfassung (Schenk et al., 2014, S. 28) definiert Fabrikplanung von der ersten Idee über alle Planungsstufen des Fabriklebenszyklus hinweg (Entwicklung, Aufbau, Anlauf, Betrieb und Abbau). Dieser Definition wird hier nicht gefolgt, sondern die Fabrikplanung bis zum Produktionsanlauf verfolgt. Die Ausführungen können aber auch für Umbauten und organisatorische Veränderungen der Fabrik während des Betriebs gelten. Aufgaben der Fabrikplanung sind die Planungsebenen Standortwahl, Anordnung der Gebäude (Generalbebauungsplan), Gebäudeplanung, Bereichsplanung bis zum Einzelplatz. Dazu werden Modelle, Methoden und Werkzeuge eingesetzt. Die Methoden reichen von einfachen überschlägigen Formeln über mathematische Optimierungsverfahren, Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) bis zu Simulationen. Dabei stehen 3D-Simulationsstudien immer mehr im Vordergrund. Dieses führt zu dem Begriff der Digitalen Fabrik, der in der VDI Richtlinie VDI 4499 definiert ist als „ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen – u. a. der Simulation und dreidimensionalen Visualisierung – die durch ein durchgängiges Datenmanagement integriert werden“ (vgl. auch die Definition in Bracht et al., 2018, S. 9 ff.). Trotz der Betonung des durchgängigen Datenmanagements werden konkrete Datenmodelle bisher nur rudimentär angesprochen (siehe das Beispiel in Bracht et al., 2018, S. 103, 175).