Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die Sortierstudie als beobachtendes Verfahren der Kommunikations- und Medienforschung in Analyselogik, Methodik und Einsatzbereichen vorzustellen und anhand von Beispielen aus der Forschungspraxis zu veranschaulichen, wie Sortierstudien bestehende Forschungsfragen bereichern und neue Perspektiven eröffnen können. Nach einer kurzen Einführung werden die theoretische Grundlagen der mentalen Kategorisierung entlang der ihr zu Grunde liegenden Prinzipien aus der wahrnehmungs- und kognitionspsychologischen Theorie skizziert. Dann werden die Bedeutung von Kategorisierungsprozessen und Möglichkeiten ihrer Analyse über Sortierstudien sowie potenzielle Einsatzbereiche für die kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung herausgearbeitet. Ein Fokus liegt auf der Methodik und forschungspraktischen Umsetzung von Sortierstudien. Hierbei wird nicht nur expliziert, wie und inwiefern Sortierstudien ein wertvolles Instrument zur Untersuchung mentaler Kategorisierungen darstellen, sondern es werden auch Herausforderungen bei der Durchführung, Analyse und Interpretation von Sortierstudien diskutiert. Aus den Überlegungen zum methodischen Status Quo der Sortierstudie werden Potenziale für eine Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Methode abgeleitet, die u. a. durch eine stärkere Integration einer systematischen Beobachtung in die Sortierstudie erfolgen kann. Um den Prozess der Kategorisierung empirisch besser erfassen und verstehen zu können, schlägt der Beitrag daher vor, die Sortierstudie als beobachtendes Verfahren der Kommunikationsforschung anzulegen.

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Die Sortierstudie als beobachtendes Verfahren der Kommunikations- und Medienforschung: Analyselogik, Status Quo, Potentiale

  • Stephanie Geise

摘要

Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die Sortierstudie als beobachtendes Verfahren der Kommunikations- und Medienforschung in Analyselogik, Methodik und Einsatzbereichen vorzustellen und anhand von Beispielen aus der Forschungspraxis zu veranschaulichen, wie Sortierstudien bestehende Forschungsfragen bereichern und neue Perspektiven eröffnen können. Nach einer kurzen Einführung werden die theoretische Grundlagen der mentalen Kategorisierung entlang der ihr zu Grunde liegenden Prinzipien aus der wahrnehmungs- und kognitionspsychologischen Theorie skizziert. Dann werden die Bedeutung von Kategorisierungsprozessen und Möglichkeiten ihrer Analyse über Sortierstudien sowie potenzielle Einsatzbereiche für die kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung herausgearbeitet. Ein Fokus liegt auf der Methodik und forschungspraktischen Umsetzung von Sortierstudien. Hierbei wird nicht nur expliziert, wie und inwiefern Sortierstudien ein wertvolles Instrument zur Untersuchung mentaler Kategorisierungen darstellen, sondern es werden auch Herausforderungen bei der Durchführung, Analyse und Interpretation von Sortierstudien diskutiert. Aus den Überlegungen zum methodischen Status Quo der Sortierstudie werden Potenziale für eine Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung der Methode abgeleitet, die u. a. durch eine stärkere Integration einer systematischen Beobachtung in die Sortierstudie erfolgen kann. Um den Prozess der Kategorisierung empirisch besser erfassen und verstehen zu können, schlägt der Beitrag daher vor, die Sortierstudie als beobachtendes Verfahren der Kommunikationsforschung anzulegen.