Erziehung und Bildung in ihrem Verhältnis zur Herrschaft
摘要
Die Gründung der Chosŏn-Dynastie ist ideologisch eng mit der Vorstellung einer Idealgesellschaft verbunden, die stark vom neokonfuzianischen Gedankengut geprägt ist. Um die Vorstellung der neokonfuzianischen Idealgesellschaft zu verwirklichen, versuchte die neue Herrschaft nach der Gründung der Dynastie, die Idee von Erziehung und Bildung in den staatlichen Bildungsinstitutionen dem neokonfuzianischen Gedankengut entsprechend zu rekonzeptualisieren. Die Rekonzeptualisierung des Curriculums der staatlichen Bildungsinstitutionen zeigt dabei die Grundrichtung von Erziehung und Bildung auf, mithilfe deren die neue Herrschaft ihr politisches System zu stabilisieren suchte, denn die Bildung des Subjekts geht im konfuzianischen Denken mit der Bildung der Souveränität des Staates wechselseitig einher.