Charakterisierung von induktiven Bauelementen
摘要
Die Grundelemente Widerstand, Induktivität und Kapazität beschreiben ideale lineare Bauelemente. In Wirklichkeit ist die einem Bauelement (vorwiegend) zugesprochene Eigenschaft jedoch immer mit den Eigenschaften parasitärer Nebenwirkungen verbunden. Im Kleinsignalbereich sind die Zusammenwirkungen als frequenzabhängige RLC-Netzwerke zu beschreiben. Da sich die Wirkung von konzentrierten Bauelementen mit der Wirkung von örtlich verteilten Feldgrößen mischt, sind Ersatzschaltungen mit konzentrierten Bauelemente auch immer nur Näherungen an die Wirklichkeit. Bei der Charakterisierung der Bauelemente kommt deswegen der messtechnischen Erfassung von Strom, Spannungsabfall und Phasenwinkel zwischen diesen eine besondere Rolle zu. Es gibt keine Mess-Schaltung, die für alle Größenkombinationen von u(t), i(t) und \(\varphi = \measuredangle \left( {u;i} \right)\) gleich gut geeignet ist. Das Kapitel gibt einen Überblick über die gebräuchlichsten Schaltungen und Methoden mit ihren Einsatzgebieten. Die B(H)-Kennlinie stellt eigentlich eine Kennlinie dar, bei der für eine extrem geringe Änderungsgeschwindigkeit die Änderung der Flussdichte bei Änderung der magnetischen Feldstärke aufgezeichnet wird. Auch bei kleinen Geschwindigkeiten führen Verluste im Kern schon zu Änderungen der Kennlinie. Da technisch Wicklungs- und Kernverluste nicht getrennt voneinander gemessen werden können, müssen verschiedene Verfahren angewendet werden, um eine Bestimmung der Verluste mit möglichst geringen Fehlern durchzuführen.