Die Fallstudie rekonstruiert die Lebens- und Erfolgsgeschichte des 1973 geborenen Jan Gerdes. Gemeinsam mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder wuchs er in einem Elternhaus der Mittelschicht im Westen Deutschlands auf. Schon früh traf er eigenständig Entscheidungen, ohne sich an Mehrheiten zu orientieren. Nach dem Abschluss der Realschule erhielt er eine Gymnasial-Empfehlung, die er jedoch ungenutzt ließ. Stattdessen trat er eine Ausbildung als Elektriker an. Alle bis zu diesem Entwicklungsabschnitt vorliegenden Daten verweisen auf einen Berufsverlauf als Handwerker. Doch weit gefehlt: Jan Gerdes, der gegen seinen Willen zur Bundeswehr eingezogen wurde, ‚entdeckte‘ während der Militärzeit sein Entwicklungspotential, begann zu erkennen, ‚was in ihm steckt‘, und konnte sich für die Offizierslaufbahn qualifizieren. Dieser Entwicklungsschritt führte dann nicht (nur) zu einer Karriere bei der Bundeswehr, sondern leitete einen biographischen Wendepunkt ein. Er quittierte den Militärdienst, absolvierte die Z-Prüfung, und schloss das Studium der Wirtschaftsinformatik erfolgreich (B.A. und M.A.) ab. Zugute kam ihm, dass er in seinem Beruf immer wieder auf Unterstützer und Mentoren traf, die ihn förderten. Zugleich zeichnete er sich durch sein sympathisches, entgegenkommendes Wesen aus. Auf diese Weise gelang es ihm, zunächst sowohl in einem finanzierten Promotionsprogramm eines großen Wirtschaftsunternehmens Fuß zu fassen als auch im Anschluss an seine Promotion als IT-Experte erfolgreich zu sein.

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Jan Gerdes – „dass bisher immer die Dinge, die ich vorher gemacht hatte, in das, was ich jetzt tue, einfließen“

  • Detlef Garz,
  • Frank Kotterer,
  • Sylke Bartmann,
  • Elisabeth Janssen,
  • Nicos Karydis,
  • Juhyeok Lee,
  • Olaf Zawacki-Richter

摘要

Die Fallstudie rekonstruiert die Lebens- und Erfolgsgeschichte des 1973 geborenen Jan Gerdes. Gemeinsam mit seinem vier Jahre jüngeren Bruder wuchs er in einem Elternhaus der Mittelschicht im Westen Deutschlands auf. Schon früh traf er eigenständig Entscheidungen, ohne sich an Mehrheiten zu orientieren. Nach dem Abschluss der Realschule erhielt er eine Gymnasial-Empfehlung, die er jedoch ungenutzt ließ. Stattdessen trat er eine Ausbildung als Elektriker an. Alle bis zu diesem Entwicklungsabschnitt vorliegenden Daten verweisen auf einen Berufsverlauf als Handwerker. Doch weit gefehlt: Jan Gerdes, der gegen seinen Willen zur Bundeswehr eingezogen wurde, ‚entdeckte‘ während der Militärzeit sein Entwicklungspotential, begann zu erkennen, ‚was in ihm steckt‘, und konnte sich für die Offizierslaufbahn qualifizieren. Dieser Entwicklungsschritt führte dann nicht (nur) zu einer Karriere bei der Bundeswehr, sondern leitete einen biographischen Wendepunkt ein. Er quittierte den Militärdienst, absolvierte die Z-Prüfung, und schloss das Studium der Wirtschaftsinformatik erfolgreich (B.A. und M.A.) ab. Zugute kam ihm, dass er in seinem Beruf immer wieder auf Unterstützer und Mentoren traf, die ihn förderten. Zugleich zeichnete er sich durch sein sympathisches, entgegenkommendes Wesen aus. Auf diese Weise gelang es ihm, zunächst sowohl in einem finanzierten Promotionsprogramm eines großen Wirtschaftsunternehmens Fuß zu fassen als auch im Anschluss an seine Promotion als IT-Experte erfolgreich zu sein.