Die Gruppe der ‚nicht-traditionellen Studierenden‘ lässt sich aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sowie der divergenten Zielsetzungen der Forschung schwer definieren, sodass keine einheitliche Begriffsdefinition vorliegt (Wolter et al. 2015; Lübben et al. 2015; Stöter 2013; Stöter et al. 2014). Beispielsweise führt der Einbezug von Gruppen wie ‚Quereinsteiger*innen‘, Teilzeitstudierenden oder Studierende, die neben dem Studium arbeiten, zu Schwierigkeiten bei der Vergleichbarkeit empirischer Befunde (vgl. Otto 2021, S. 28). Stöter (2013), Hanft et al. (2015) sowie Wanken (2016) plädierten daher dafür, statt von nicht-traditionellen Studierenden von ‚heterogenen Studierenden‘ zu sprechen. Otto weist demgegenüber in seiner Arbeit aus dem Jahr 2021 darauf hin, dass sich eine „zugangsbasierte Definition durchgesetzt“ (S. 28) hat; berücksichtigt wird also, mit welcher Qualifikation Personen an die Universität bzw. Hochschule gelangen. Unsere Studie bezieht sich auf Personen, die über den ‚Dritten Bildungsweg‘ an die Universität gekommen sind. Sie sind mithin ein „Teil der Gruppe der nicht-traditionellen Studierenden“ (Freitag 2012, S. 10). „Dieser ‚Dritte Bildungsweg‘ wird durch das ‚ohne‘ charakterisiert. Es ist die Rede vom ‚Studium ohne Abitur‘ oder von Studierenden ‚ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung‘. Formal handelt es sich um die Erteilung oder Ausstellung einer Hochschulzugangs- oder Studienberechtigung durch die Hochschule, die zum Erststudium berechtigt“ (Freitag 2012, S. 9). Aufgrund dieser Schwerpunktsetzung treffen wir auf Merkmale wie ein höheres Alter sowie umfassende vorakademische berufspraktische Erfahrungen bei der Aufnahme des Studiums, besondere finanzielle Voraussetzungen oder familiäre Verpflichtungen. Häufig geht dies mit einem nicht traditionellen Studium während der Studienphase einher (vgl. Teichler und Wolter 2004).

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Zum Kontext der Untersuchung

  • Detlef Garz,
  • Frank Kotterer,
  • Sylke Bartmann,
  • Elisabeth Janssen,
  • Nicos Karydis,
  • Juhyeok Lee,
  • Olaf Zawacki-Richter

摘要

Die Gruppe der ‚nicht-traditionellen Studierenden‘ lässt sich aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sowie der divergenten Zielsetzungen der Forschung schwer definieren, sodass keine einheitliche Begriffsdefinition vorliegt (Wolter et al. 2015; Lübben et al. 2015; Stöter 2013; Stöter et al. 2014). Beispielsweise führt der Einbezug von Gruppen wie ‚Quereinsteiger*innen‘, Teilzeitstudierenden oder Studierende, die neben dem Studium arbeiten, zu Schwierigkeiten bei der Vergleichbarkeit empirischer Befunde (vgl. Otto 2021, S. 28). Stöter (2013), Hanft et al. (2015) sowie Wanken (2016) plädierten daher dafür, statt von nicht-traditionellen Studierenden von ‚heterogenen Studierenden‘ zu sprechen. Otto weist demgegenüber in seiner Arbeit aus dem Jahr 2021 darauf hin, dass sich eine „zugangsbasierte Definition durchgesetzt“ (S. 28) hat; berücksichtigt wird also, mit welcher Qualifikation Personen an die Universität bzw. Hochschule gelangen. Unsere Studie bezieht sich auf Personen, die über den ‚Dritten Bildungsweg‘ an die Universität gekommen sind. Sie sind mithin ein „Teil der Gruppe der nicht-traditionellen Studierenden“ (Freitag 2012, S. 10). „Dieser ‚Dritte Bildungsweg‘ wird durch das ‚ohne‘ charakterisiert. Es ist die Rede vom ‚Studium ohne Abitur‘ oder von Studierenden ‚ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung‘. Formal handelt es sich um die Erteilung oder Ausstellung einer Hochschulzugangs- oder Studienberechtigung durch die Hochschule, die zum Erststudium berechtigt“ (Freitag 2012, S. 9). Aufgrund dieser Schwerpunktsetzung treffen wir auf Merkmale wie ein höheres Alter sowie umfassende vorakademische berufspraktische Erfahrungen bei der Aufnahme des Studiums, besondere finanzielle Voraussetzungen oder familiäre Verpflichtungen. Häufig geht dies mit einem nicht traditionellen Studium während der Studienphase einher (vgl. Teichler und Wolter 2004).