Fallvergleich und Diskussion
摘要
Im Fokus der Fallvergleiche stehen die vorgestellten bildungs- und berufsbiographischen Karrieren von sieben Personen aus der Gruppe der nicht-traditionellen Studierenden, die über eine Z-Prüfung ihre Hochschulzugangsberechtigung erwarben. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt darauf, aus diesen Biographien, den sogenannten Eck-Fällen, möglichst frühzeitig relevante Entwicklungen, Pfadabhängigkeiten und Entscheidungsknoten im Lebenslauf, sowohl anhand von ungerichteten Suchbewegungen als auch anhand späterer objektiv feststellbarer Aufstiegsbestrebungen zu analysieren und entsprechende Muster, die zu akademischen Karrieren führen, herauszuarbeiten. Das besondere Interesse gilt dabei der Rekonstruktion individueller Entwicklungen und Identitätsverschiebungen sowie den sich daraus ergebenden Motivbündeln und Autonomisierungsprozessen, die bezeichnend für eine spätere berufliche Karriereentwicklung sind. Im Rahmen einer biographieorientierten Betrachtungsweise sind die vorgestellten Fälle jedoch nicht nur ‚Unikate‘, die aufgrund individueller Bedeutungszuschreibungen und biographischer Rahmungen voneinander abweichen und in deren Mittelpunkt hervorstechende Ereignisse, Krisen und biographische Brüche im Kontext der sozialen Herkunft, der familialen Strukturen, der Schul- und Studienzeit und der sich daraus entwickelnden Karriere stehen. Sondern es zeigen sich auch Gemeinsamkeiten hinsichtlich der familialen Herkunftsmilieus, Werteorientierungen, Bildungsinteressen, Schulabschlüsse, Ausbildungen, Prozessen der Emanzipation und der Aufstiegsmotivation, die über die jeweilige Biographie hinausgehen. In diesem Sinn führt der nachfolgende Vergleich von relevanten Schlüsselstellen und dem Verlaufsmuster innerhalb der vorgestellten Biographien zu Erkenntnissen über diese Personengruppe, die wiederum sowohl zu weiterführenden Fragen anregen als auch zu vertiefenden wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema, ‚Herausforderungen für eine nachhaltige Öffnung der Hochschulen – zielgruppengerechte Studienbedingungen für nicht-traditionelle Studierende‘, auffordern.