Einführung
摘要
Das Rad des Wandels scheint sich in den 2020er-Jahren immer schneller zu drehen. Nach der Coronakrise hält nun der Russland-Ukraine-Krieg die Welt in Atem, mit unabsehbaren regionalen und globalen Folgen. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24.02.2022 hat nicht nur eine „Zeitenwende“ – so der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz – eingeleitet, die die sicherheitspolitische Architektur auf dem europäischen Kontinent und weltweit grundlegend verändern wird. Seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump im Januar 2025 wird erstmals das seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende transatlantische Bündnis in Frage gestellt und die EU-Staaten haben sich auf eine massive Aufrüstung verständigt, um sich auf einen möglichen großen Krieg mit Russland vorzubereiten (Hinsberger und Bölükbasi 2025). Diese Entwicklungen wecken nicht nur Ängste vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts, nicht nur auf regionaler und globaler Ebene, sondern auch auf militärischer Ebene im Hinblick auf eine nukleare Eskalation (Tschinderle 2022; Wittwer 2022) und auf nicht-militärischer Ebene, etwa durch vermehrte Cyberangriffe und Sabotageakte auf kritische Infrastrukturen in Europa (Weber 2022).