Reduktion psychischer Belastungen bei begrenzten Ressourcen: Technologieunterstützte gestufte Versorgung von Geflüchteten in der Schweiz
摘要
Menschen mit Fluchterfahrung sind aufgrund potenziell traumatisierender Erlebnisse besonders häufig psychisch belastet. Gleichzeitig herrscht in Deutschland aufgrund von Kapazitätsengpässen und einem Mangel an qualifiziertem, mehrsprachigem Personal eine psychotherapeutische Unterversorgung Geflüchteter. In der Schweiz wird derzeit unter Einbindung von Politik, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaft ein gestuftes Versorgungsmodell für psychisch belastete Geflüchtete ausgerollt. Geflüchtete werden systematisch auf ihren Unterstützungsbedarf gescreent, triagiert und in geeignete möglichst niedrigschwellige Behandlungsprogramme vermittelt. Hierbei werden Menschen mit leichten bis mittelschweren Belastungen von Laientherapierenden versorgt, welche entsprechend der WHO-Intervention Problem Management Plus (PM+) ausgebildet wurden. Eine digitale Lösung zur Unterstützung von Screening, Triage und Terminvereinbarung bildet die Grundlage für die Skalierung des Versorgungsmodells.