Der Beitrag untersucht auf explorative Weise, wie die soziologische Analyse digitaler arbeitsbezogener Simulationen unterrichtliche Zugriffe auf Arbeit erweitern kann. Statt die lineare Anlage von Simulationen zu kritisieren, soll durch die Sichtbarmachung in Spiel- und Lernanlage unsichtbar bleibender situativer Facetten und Interaktionen als sozialwissenschaftlich relevante Aspekte ein für Unterricht vielfältiger Bedeutungskontext hergestellt werden (Clarke et al. 2018, S. 54–55). Als Fallbeispiel dient die digitale Simulation MeisterPOWER der baden-württembergischen Handwerkskammern (Abschn. 2). Die dem Beitrag zugrunde liegende Studie analysiert, wie kalkulatorische Aspekte des Spiels als rational orientierte Tätigkeiten verstanden werden und wie darüber hinaus unsichtbar bleibende Elemente der Arbeits- und Lebensweltsimulation die Lernerfahrung der Schüler:innen anreichern können. Methodisch werden über die Situationsanalyse konventionssoziologische und figurationsanalytische Ansätze mit Game-based-Learning verknüpft, um die im Spiel angelegten Handlungskorridore sowie nicht sichtbare Aspekte des Spiels zu visualisieren (Abschn. 3 & 4). Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse und deren Implikationen für die Reflexion solcher Spiele im sozialwissenschaftlichen Unterricht (Abschn. 5).

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Arbeit und ihre Darstellung in digitalen Wirtschaftsplanspielen – Einzelfallanalyse zur Weitung des Bedeutsamkeitskontexts über Konventionen und Figurationen im Unterricht der Sozialwissenschaften

  • Udo Hagedorn,
  • Sophie Gigl,
  • Sebastian Seybusch

摘要

Der Beitrag untersucht auf explorative Weise, wie die soziologische Analyse digitaler arbeitsbezogener Simulationen unterrichtliche Zugriffe auf Arbeit erweitern kann. Statt die lineare Anlage von Simulationen zu kritisieren, soll durch die Sichtbarmachung in Spiel- und Lernanlage unsichtbar bleibender situativer Facetten und Interaktionen als sozialwissenschaftlich relevante Aspekte ein für Unterricht vielfältiger Bedeutungskontext hergestellt werden (Clarke et al. 2018, S. 54–55). Als Fallbeispiel dient die digitale Simulation MeisterPOWER der baden-württembergischen Handwerkskammern (Abschn. 2). Die dem Beitrag zugrunde liegende Studie analysiert, wie kalkulatorische Aspekte des Spiels als rational orientierte Tätigkeiten verstanden werden und wie darüber hinaus unsichtbar bleibende Elemente der Arbeits- und Lebensweltsimulation die Lernerfahrung der Schüler:innen anreichern können. Methodisch werden über die Situationsanalyse konventionssoziologische und figurationsanalytische Ansätze mit Game-based-Learning verknüpft, um die im Spiel angelegten Handlungskorridore sowie nicht sichtbare Aspekte des Spiels zu visualisieren (Abschn. 3 & 4). Der Beitrag schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse und deren Implikationen für die Reflexion solcher Spiele im sozialwissenschaftlichen Unterricht (Abschn. 5).