Staatswirtschaft oder Markt – das Strategiedilemma in Politik und Industrie
摘要
Bei vielen radikalen Innovationen spielt die deutsche Industrie international nur noch eine Nebenrolle, und das schon seit Jahrzehnten. Amerikanische und in wachsendem Maße asiatische Unternehmen bestimmen die Entwicklung und kontrollieren die Märkte. Produkte aus China haben sich in den letzten zwanzig Jahren in vielen Technologiebereichen an die Spitze gesetzt. Der chinesische Staat strebt Dominanz und Vorherrschaft in wichtigen Technologiefeldern an und ist auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Maßgeblich für die Innovationsschwäche der deutschen Wirtschaft sind strukturelle Mängel der politischen Rahmenbedingungen, fehlende Investitionsanreize, strategische Naivität und mangelnder unternehmerischer Mut. Die Potenziale neuer Technologien werden unterschätzt. Innovationen werden politisch reguliert, bevor sie sich am Markt überhaupt etablieren können. Die finanzmarktpolitischen Regeln in Deutschland bestrafen Wagniskapital, anstatt auf die Potenziale zu vertrauen und Teilhabe zu praktizieren. Eine kleinliche Steuergesetzgebung maßregelt Unternehmertum, weil sie dem freien Markt misstraut. Der Staat verhängt planwirtschaftliche Vorgaben und interveniert, um sie zu erreichen, ohne ausreichende Kenntnis und Beachtung der systemischen Zusammenhänge. Große Teile der Industrie sind dieser Politik lange ohne Kritik gefolgt. Die Entwicklung hat die deutsche Wirtschaft in eine Sackgasse geführt. Die Krise ist überall sichtbar und spürbar. Deutschland braucht einen Neuanfang in allen Bereichen. Überregulierung ist ein zentrales Hindernis für die freie Entfaltung von Innovationskräften. Sie allein garantieren auf Dauer Wettbewerbsfähigkeit, um den von Generationen hart erarbeiteten Wohlstand zu bewahren.