Dieses Kapitel behandelt die Strukturen auf den Energiemärkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität in Deutschland. Berücksichtigt ist dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Gewinnung bzw. dem Import der genannten Energieträger, deren Umwandlung, Transport und Verteilung bis hin zum Absatz an Endverbraucher. Zur Erklärung des gegenwärtigen Standes wird auch ein Abriss über die historische Entwicklung von Daten und Fakten gegeben. Der russische Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Situation auf dem deutschen Energiemarkt maßgeblich verändert. Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung werden vor allem im Abschnitt zur Versorgung mit Erdgas erläutert. Dort sind die stärksten Auswirkungen sichtbar geworden. Mit dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 09. April 2025 hat sich Deutschland endgültig von der kommerziellen Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung verabschiedet. Die Verstromung von Kohle soll spätestens Ende 2038 enden. Die Nutzung von Strom im Wärmemarkt und im Verkehrssektor gewinnt an Bedeutung, vor allem zulasten von Mineralölprodukten. Die Rolle der erneuerbaren Energien, deren weiter beschleunigter Ausbau mit der notwendigen Erweiterung der Netze synchronisiert werden soll, wird in Kap.  4 gesondert behandelt. Damit wird der wachsenden Bedeutung von Windkraft, Solarenergie und anderen erneuerbaren Technologien für die angestrebte Energiewende Rechnung getragen. Im Abschnitt zu Elektrizität sind die Herausforderungen dargelegt, die sich angesichts des künftig wachsenden Strombedarfs, der absehbaren Veränderungen in den Stromerzeugungsstrukturen und den sich daraus ergebenden Anforderungen an den Ausbau der Infrastruktur zur Aufrechterhaltung der Sicherheit der Versorgung ergeben.

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Strukturen des deutschen Energiemarktes

  • Hans-Wilhelm Schiffer

摘要

Dieses Kapitel behandelt die Strukturen auf den Energiemärkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität in Deutschland. Berücksichtigt ist dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Gewinnung bzw. dem Import der genannten Energieträger, deren Umwandlung, Transport und Verteilung bis hin zum Absatz an Endverbraucher. Zur Erklärung des gegenwärtigen Standes wird auch ein Abriss über die historische Entwicklung von Daten und Fakten gegeben. Der russische Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Situation auf dem deutschen Energiemarkt maßgeblich verändert. Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung werden vor allem im Abschnitt zur Versorgung mit Erdgas erläutert. Dort sind die stärksten Auswirkungen sichtbar geworden. Mit dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 09. April 2025 hat sich Deutschland endgültig von der kommerziellen Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung verabschiedet. Die Verstromung von Kohle soll spätestens Ende 2038 enden. Die Nutzung von Strom im Wärmemarkt und im Verkehrssektor gewinnt an Bedeutung, vor allem zulasten von Mineralölprodukten. Die Rolle der erneuerbaren Energien, deren weiter beschleunigter Ausbau mit der notwendigen Erweiterung der Netze synchronisiert werden soll, wird in Kap.  4 gesondert behandelt. Damit wird der wachsenden Bedeutung von Windkraft, Solarenergie und anderen erneuerbaren Technologien für die angestrebte Energiewende Rechnung getragen. Im Abschnitt zu Elektrizität sind die Herausforderungen dargelegt, die sich angesichts des künftig wachsenden Strombedarfs, der absehbaren Veränderungen in den Stromerzeugungsstrukturen und den sich daraus ergebenden Anforderungen an den Ausbau der Infrastruktur zur Aufrechterhaltung der Sicherheit der Versorgung ergeben.