Variante 2: „So kommen wir doch nicht weiter!“
摘要
In einem Workshop ging es um die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb einer Abteilung. Die Mitarbeiter stritten verbissen miteinander. Im Laufe der vergangenen Monate hatte sich ein gehöriges Maß von Verbitterung angesammelt. Anfangs giftete Jeder gegen Jeden. „Klaus, nie lieferst du deine Zahlen pünktlich ab! Und ich muss hinterher die Vorwürfe einstecken.“ Klaus verdrehte die Augen: „Wenn du nicht immer so laut telefonieren würdest, könnte ich konzentrierter arbeiten.“ Verletzungen aus der Vergangenheit wurden neue Verletzungen hinzugefügt. „Schon vor drei Jahren hast du mich im Stich gelassen. Helfen ist für dich doch ein Fremdwort.“ „Warum soll ich dir denn helfen, ausgerechnet dir, der du Falschmeldungen über mich verbreitest!“ Die Stimmung war gereizt. Die Nerven lagen blank. Im Laufe des Streits wurde einer der Kollegen als wichtigster Sündenbock „ausgewählt“. „Angelpunkt aller Schwierigkeiten ist Hubert, weil „der“ sich einfach nicht an unsere Vereinbarungen hält.“ Aus allen Richtungen trafen ihn die Vorwürfe seiner Kolleginnen und Kollegen. Doch Hubert verteidigte sich tapfer und mit klaren Gedanken. Seine Argumente schienen mir stichhaltig. Alle Mitwirkenden betrieben dieses Gefecht mit viel Energie und ich dachte bei mir, dass diese Auseinandersetzung noch lange dauern könnte, bis sie ihren Gipfelpunkt erreicht haben würde.