In Peter Handkes Theaterstück „Publikumsbeschimpfung“ wird die Vierte Wand, welche die Zuschauer*innen von der Bühne trennt, von den Darsteller*innen mit Worten niedergerissen. Die herkömmliche Einteilung in Zuschauer*innen, Schauspieler*innen, Publikum und Bühne wird nicht nur inhaltlich kritisiert und infrage gestellt, sondern dieser wird sich durch eine direkte Ansprache und die helle Beleuchtung des gesamten Theaters in der Szene aktiv widersetzt. Die Aufführung folgt keiner mimetischen Repräsentation von Wirklichkeiten, auf der Bühne wird keine Welt ‚für sich‘ abgebildet.

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Anschreiben gegen die Vierte Wand

  • Elisabeth Fessler

摘要

In Peter Handkes Theaterstück „Publikumsbeschimpfung“ wird die Vierte Wand, welche die Zuschauer*innen von der Bühne trennt, von den Darsteller*innen mit Worten niedergerissen. Die herkömmliche Einteilung in Zuschauer*innen, Schauspieler*innen, Publikum und Bühne wird nicht nur inhaltlich kritisiert und infrage gestellt, sondern dieser wird sich durch eine direkte Ansprache und die helle Beleuchtung des gesamten Theaters in der Szene aktiv widersetzt. Die Aufführung folgt keiner mimetischen Repräsentation von Wirklichkeiten, auf der Bühne wird keine Welt ‚für sich‘ abgebildet.