Infolge der KMK-Beschlüsse (Kultusministerkonferenz) Anfang der 2000er erhielten flächendeckende standardisierte Lernstandserhebungen Einzug in die Bildungsevaluation. Mit der jährlichen Durchführung standardisierter Lernstandserhebungen an der Universitätsschule im mittlerweile dritten Jahr sowie den Erhebungen an vier Vergleichsschulen kommt die Universitätsschule Dresden ihrem Auftrag der Bildungsevaluation nach. Hierfür werden an der Universitätsschule die Hamburger Schreibprobe (HSP) sowie der Deutsche Mathematiktest (DEMAT) genutzt. In diesem Beitrag wird mit der fünften Jahrgangsstufe sowie einer längsschnittlichen Betrachtung der Entwicklung von Lernenden ein Ausschnitt dieser erhobenen Daten ins Auge gefasst und interpretiert. Dabei zeigt sich, dass die Ergebnisse der Universitätsschule über zwei Jahre relativ stabil im Durchschnittsbereich liegen und sich nahe den Ergebnissen der Vergleichsschulen – mit Ausnahme des Gymnasiums – verorten lassen. Die längsschnittliche Betrachtung der individuellen Entwicklungsverläufe der Schüler:innen verdeutlicht für die HSP äußerst heterogene Entwicklungen. Für den DEMAT zeigt sich ein deutlicher Einschnitt in den Entwicklungen der vierten Jahrgangsstufe über einen Großteil der Lernenden hinweg. Welche Bedeutung die Ergebnisse für die Entwicklung neuer Lehr-Lernformate an der Universitätsschule haben, wird abschließend in der Diskussion näher beleuchtet.

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Ergebnisse standardisierter Lernstandserhebungen und deren Bedeutung für die Entwicklung neuer Lehr-Lernformate

  • Christoph Haßler,
  • Marlis Pesch,
  • Matthias Ritter

摘要

Infolge der KMK-Beschlüsse (Kultusministerkonferenz) Anfang der 2000er erhielten flächendeckende standardisierte Lernstandserhebungen Einzug in die Bildungsevaluation. Mit der jährlichen Durchführung standardisierter Lernstandserhebungen an der Universitätsschule im mittlerweile dritten Jahr sowie den Erhebungen an vier Vergleichsschulen kommt die Universitätsschule Dresden ihrem Auftrag der Bildungsevaluation nach. Hierfür werden an der Universitätsschule die Hamburger Schreibprobe (HSP) sowie der Deutsche Mathematiktest (DEMAT) genutzt. In diesem Beitrag wird mit der fünften Jahrgangsstufe sowie einer längsschnittlichen Betrachtung der Entwicklung von Lernenden ein Ausschnitt dieser erhobenen Daten ins Auge gefasst und interpretiert. Dabei zeigt sich, dass die Ergebnisse der Universitätsschule über zwei Jahre relativ stabil im Durchschnittsbereich liegen und sich nahe den Ergebnissen der Vergleichsschulen – mit Ausnahme des Gymnasiums – verorten lassen. Die längsschnittliche Betrachtung der individuellen Entwicklungsverläufe der Schüler:innen verdeutlicht für die HSP äußerst heterogene Entwicklungen. Für den DEMAT zeigt sich ein deutlicher Einschnitt in den Entwicklungen der vierten Jahrgangsstufe über einen Großteil der Lernenden hinweg. Welche Bedeutung die Ergebnisse für die Entwicklung neuer Lehr-Lernformate an der Universitätsschule haben, wird abschließend in der Diskussion näher beleuchtet.