Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Transformationen – geprägt von Digitalisierung, Globalisierung, Migration, Umweltkrisen und geopolitischen Verschiebungen – werfen die Frage auf, ob es sich um einen disruptiven Bruch oder einen kontinuierlichen Wandel handelt. Soziologische Klassiker wie Comte, Marx, Durkheim und Weber bieten hierfür wichtige theoretische Perspektiven. Insbesondere digitale Technologien und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur wirtschaftliche Strukturen, sondern auch politische Prozesse und soziale Beziehungen, während globale Machtverschiebungen und Migration zu einer Neubewertung nationaler Identitäten und Abhängigkeiten führen. Ein zentrales Thema ist dabei die politische Steuerung gesellschaftlicher Umbrüche. Das Konzept des „Nudging“ aus der Verhaltensökonomie gewinnt an Bedeutung, da es individuelles Verhalten subtil zu lenken versucht, wirft jedoch ethische Fragen bezüglich Transparenz, Autonomie und demokratischer Kontrolle auf – vor allem, wenn es in sicherheits- und geopolitischen Kontexten militarisiert wird. In Form kognitiver Kriegsführung und strategischer Kommunikation wird es gezielt zur Beeinflussung von Wahrnehmung und Verhalten eingesetzt. Das Kapitel plädiert daher für eine strategische Neuausrichtung: weg von manipulativer Steuerung, hin zu Kooperation, systemischem Denken und langfristiger Resilienz. Die Grundhaltungen der Transaktionsanalyse („Ich bin okay – Du bist okay“) eröffnen hierfür neue Wege – hin zu einer Politik, die auf bewusste Partizipation statt Verhaltenslenkung setzt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Gesellschaft im Wandel – Strategien und Grundhaltungen für eine zukunftsfähige Politik

  • Ute Hagehülsmann,
  • Philip Jan Schäfer,
  • Bernd Kessel

摘要

Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Transformationen – geprägt von Digitalisierung, Globalisierung, Migration, Umweltkrisen und geopolitischen Verschiebungen – werfen die Frage auf, ob es sich um einen disruptiven Bruch oder einen kontinuierlichen Wandel handelt. Soziologische Klassiker wie Comte, Marx, Durkheim und Weber bieten hierfür wichtige theoretische Perspektiven. Insbesondere digitale Technologien und Künstliche Intelligenz verändern nicht nur wirtschaftliche Strukturen, sondern auch politische Prozesse und soziale Beziehungen, während globale Machtverschiebungen und Migration zu einer Neubewertung nationaler Identitäten und Abhängigkeiten führen. Ein zentrales Thema ist dabei die politische Steuerung gesellschaftlicher Umbrüche. Das Konzept des „Nudging“ aus der Verhaltensökonomie gewinnt an Bedeutung, da es individuelles Verhalten subtil zu lenken versucht, wirft jedoch ethische Fragen bezüglich Transparenz, Autonomie und demokratischer Kontrolle auf – vor allem, wenn es in sicherheits- und geopolitischen Kontexten militarisiert wird. In Form kognitiver Kriegsführung und strategischer Kommunikation wird es gezielt zur Beeinflussung von Wahrnehmung und Verhalten eingesetzt. Das Kapitel plädiert daher für eine strategische Neuausrichtung: weg von manipulativer Steuerung, hin zu Kooperation, systemischem Denken und langfristiger Resilienz. Die Grundhaltungen der Transaktionsanalyse („Ich bin okay – Du bist okay“) eröffnen hierfür neue Wege – hin zu einer Politik, die auf bewusste Partizipation statt Verhaltenslenkung setzt.