Leben bedeutet für uns als Homo Creator, die Welt wie sie uns erscheint, durch einen menschlichen Körper zu erfahren. Der Geist ist gebunden an die physische – sinnliche und organische – Ausstattung, um von einer Erlebnisqualität zur nächsten bewegt zu werden. Von klein auf klopfen wir an die reizvollen Dinge und Nicht-Dinge der Welt, gespannt auf ihr Feedback und unsere Antwort darauf. Der Geist ist aktiv und überführt diesen Dialog in die Zustände des Bewusstseins. Damit hat auch das lebenslange Lernen seinen Anfang genommen. Mit der Fähigkeit, uns als subjektives Einzel in einem Ganzen wahrzunehmen und entsprechend zu antworten, gehen auch Affektzustände einher. Ihr Spektrum ist vielfältig und reicht in der Art des Auftretens von verborgen bis offensichtlich. Geist und Gehirn erhalten mit ihnen begleitende Akteure im essenziellen Prozess des Wertens und Deutens. Die daraus folgenden Bedeutungen geben dem inneren Narrativ ausreichend Stoff für Erfahrungen und Lebensgeschichten. Auf der subjektiven Spielwiese der Objekte befeuern die Affekte die Aktion, Reaktion und Interaktion. In ihrer Art entsprechen sie dem universalen Grundprinzip des Fließens, das darauf hinweist, dass alles in Bewegung ist. Gleichzeitig bringen Affekte noch eine gewisse Farbigkeit oder Tönung in unsere Art des Daseins. Um dieses Spiel um Leben, Entwicklung und Tod in Gang zu halten, sind wir mit einer bitter-süßen Affektpalette ausgestattet, die für den Unterschied im Unterschied sorgt. In dieser Funktion nimmt das Affektive entscheidend Einfluss auf den Bewertungsvorgang und somit auf die Selbst- und Weltbildgestaltung.

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Reize – Am Puls der Wahrnehmung

  • Jürgen Rippel,
  • Kristina Rippel

摘要

Leben bedeutet für uns als Homo Creator, die Welt wie sie uns erscheint, durch einen menschlichen Körper zu erfahren. Der Geist ist gebunden an die physische – sinnliche und organische – Ausstattung, um von einer Erlebnisqualität zur nächsten bewegt zu werden. Von klein auf klopfen wir an die reizvollen Dinge und Nicht-Dinge der Welt, gespannt auf ihr Feedback und unsere Antwort darauf. Der Geist ist aktiv und überführt diesen Dialog in die Zustände des Bewusstseins. Damit hat auch das lebenslange Lernen seinen Anfang genommen. Mit der Fähigkeit, uns als subjektives Einzel in einem Ganzen wahrzunehmen und entsprechend zu antworten, gehen auch Affektzustände einher. Ihr Spektrum ist vielfältig und reicht in der Art des Auftretens von verborgen bis offensichtlich. Geist und Gehirn erhalten mit ihnen begleitende Akteure im essenziellen Prozess des Wertens und Deutens. Die daraus folgenden Bedeutungen geben dem inneren Narrativ ausreichend Stoff für Erfahrungen und Lebensgeschichten. Auf der subjektiven Spielwiese der Objekte befeuern die Affekte die Aktion, Reaktion und Interaktion. In ihrer Art entsprechen sie dem universalen Grundprinzip des Fließens, das darauf hinweist, dass alles in Bewegung ist. Gleichzeitig bringen Affekte noch eine gewisse Farbigkeit oder Tönung in unsere Art des Daseins. Um dieses Spiel um Leben, Entwicklung und Tod in Gang zu halten, sind wir mit einer bitter-süßen Affektpalette ausgestattet, die für den Unterschied im Unterschied sorgt. In dieser Funktion nimmt das Affektive entscheidend Einfluss auf den Bewertungsvorgang und somit auf die Selbst- und Weltbildgestaltung.