Grundzüge eines panrelationalen Verständnisses von Welt
摘要
Die dritte Dimension des hier vertretenen Neopragmatismus liegt (neben seiner metatheoretischen und vokabulartheoretischen) in seiner panrelationalistischen Ausrichtung. Damit lassen sich Vokabulare als dynamische Knoten von Kommunikationsprozessen verstehen, die ihre Existenz allein unterschiedlichen Relationierungen – inneren wie äußeren – verdanken, womit sich diese Dimension des Neopragmatismus aus einem (rein) konstruktivistischen Verständnis von Welt emanzipiert und sich den Logiken (anderer) mehr-als-repräsentationaler Theorien öffnet, eine Ausrichtung, die der Diskurstheorie nach Laclau und Mouffe nicht integriert. Dafür weist diese ein analytisches Potenzial auf, das der hier vertretene Neopragmatismus infolge seines Abstraktionsgrades nicht ausgeprägt hat. Insofern kann die Diskurstheorie von Laclau und Mouffe hier als Übersetzungswerkzeug in Bezug auf eine (empirische) Operationalisierung der Vokabulartheorie dienen – verbunden mit der Möglichkeit, Ergebnisse auch in metatheoretische und mehr-als-repräsentationale Kontexte einzuweben.