Der Übergang zu elektrischen Fahrzeugantrieben verursacht grundlegende Herausforderungen für Hersteller, Systemlieferanten, mittelständische Zulieferbetriebe, Werkstätten, Energieversorger, Flottenbetreiber, Autokäufer und Kommunen. Die Einflüsse und Wirkungen im Antriebs- und Elektronikbereich überschreiten die Grenze von Automobilbranche und Regionen. Denn die politisch entschiedenen Vorgaben sind ohne regenerative Energieerzeugung, leistungsfähige Energieverteilung und lastanforderungs-gesteuerte Bereitstellung über Ladeinfrastruktur als gesamtwirtschaftliche Aufgabe nicht flächendeckend umsetzbar. Die Potenziale und Risiken für mittelständische Zulieferer unterscheiden sich deutlich von der Lage bei OEMs und globalen Systemlieferanten. Der Beitrag stellt die wesentlichen Trends einschließlich den Spezialfällen Brennstoffzelle und Energieträger Wasserstoff kurz im globalen Kontext von Marktdynamik, politischer Regulatorik und Kundenerwartungen dar. Er zeigt, dass eine „Last-Man-Standing-Strategie“ für Verbrennerkomponenten auf deutschem Kostenniveau für mittelständische Betriebe nicht aufgeht und empfiehlt Meilensteine der Transformation zu einem Zielportfolio in „Front-Runner-Position“. Mit der praktischen Erfahrung aus 5 Interim-Management-Mandaten in der Elektromobilität seit 2011 in Produktion und Entwicklung zeigt der Autor Beispiele für den Aufbau von Know-how, um strategisch die Anforderungen des Übergangs zu meistern.

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Game-Changer Elektromobilität

  • Dietmar von Polenz

摘要

Der Übergang zu elektrischen Fahrzeugantrieben verursacht grundlegende Herausforderungen für Hersteller, Systemlieferanten, mittelständische Zulieferbetriebe, Werkstätten, Energieversorger, Flottenbetreiber, Autokäufer und Kommunen. Die Einflüsse und Wirkungen im Antriebs- und Elektronikbereich überschreiten die Grenze von Automobilbranche und Regionen. Denn die politisch entschiedenen Vorgaben sind ohne regenerative Energieerzeugung, leistungsfähige Energieverteilung und lastanforderungs-gesteuerte Bereitstellung über Ladeinfrastruktur als gesamtwirtschaftliche Aufgabe nicht flächendeckend umsetzbar. Die Potenziale und Risiken für mittelständische Zulieferer unterscheiden sich deutlich von der Lage bei OEMs und globalen Systemlieferanten. Der Beitrag stellt die wesentlichen Trends einschließlich den Spezialfällen Brennstoffzelle und Energieträger Wasserstoff kurz im globalen Kontext von Marktdynamik, politischer Regulatorik und Kundenerwartungen dar. Er zeigt, dass eine „Last-Man-Standing-Strategie“ für Verbrennerkomponenten auf deutschem Kostenniveau für mittelständische Betriebe nicht aufgeht und empfiehlt Meilensteine der Transformation zu einem Zielportfolio in „Front-Runner-Position“. Mit der praktischen Erfahrung aus 5 Interim-Management-Mandaten in der Elektromobilität seit 2011 in Produktion und Entwicklung zeigt der Autor Beispiele für den Aufbau von Know-how, um strategisch die Anforderungen des Übergangs zu meistern.