Die vorliegende Einleitung des Bandes thematisiert vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und bildungspolitischer Herausforderungen in Österreich und Deutschland die Notwendigkeit einer vertieften theoretischen Auseinandersetzung innerhalb der Bildungswissenschaft. Ausgangspunkt ist die strukturelle Reduktion bildungswissenschaftlicher Grundlagen zugunsten praxisnaher Qualifizierung, die bildungstheoretische Reflexionen und normative Orientierungsmuster zunehmend marginalisiert. Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung einer reflexiven Bildungswissenschaft konturiert, die nicht nur disziplinäre Selbstverständigungsprozesse initiiert, sondern auch die Professionalisierung pädagogischen Handelns theoriegestützt, kritisch und verantwortungsvoll rahmt. Die vier thematischen Abschnitte des Bandes – Normative, Reflexivität, Transformationen und Differenz – adressieren zentrale Spannungsfelder bildungswissenschaftlicher Theoriearbeit und verdeutlichen wie pädagogische Professionalität durch normative Orientierung, reflexive Selbstbefragung, transformative Bildungsprozesse und den bewussten Umgang mit Differenz weiterentwickelt werden kann. Die Einleitung versteht sich somit als programmatische Setzung für eine Bildungswissenschaft, die Theorie als epistemisches, ethisches und professionelles Fundament pädagogischer Praxis begreift und damit einen Beitrag zur disziplinären Profilschärfung leistet.

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Zur Bedeutung reflexiver Bildungswissenschaft in der Professionalisierung von Pädagog*innen

  • Matthias Huber,
  • Marion Döll

摘要

Die vorliegende Einleitung des Bandes thematisiert vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und bildungspolitischer Herausforderungen in Österreich und Deutschland die Notwendigkeit einer vertieften theoretischen Auseinandersetzung innerhalb der Bildungswissenschaft. Ausgangspunkt ist die strukturelle Reduktion bildungswissenschaftlicher Grundlagen zugunsten praxisnaher Qualifizierung, die bildungstheoretische Reflexionen und normative Orientierungsmuster zunehmend marginalisiert. Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung einer reflexiven Bildungswissenschaft konturiert, die nicht nur disziplinäre Selbstverständigungsprozesse initiiert, sondern auch die Professionalisierung pädagogischen Handelns theoriegestützt, kritisch und verantwortungsvoll rahmt. Die vier thematischen Abschnitte des Bandes – Normative, Reflexivität, Transformationen und Differenz – adressieren zentrale Spannungsfelder bildungswissenschaftlicher Theoriearbeit und verdeutlichen wie pädagogische Professionalität durch normative Orientierung, reflexive Selbstbefragung, transformative Bildungsprozesse und den bewussten Umgang mit Differenz weiterentwickelt werden kann. Die Einleitung versteht sich somit als programmatische Setzung für eine Bildungswissenschaft, die Theorie als epistemisches, ethisches und professionelles Fundament pädagogischer Praxis begreift und damit einen Beitrag zur disziplinären Profilschärfung leistet.