Übergänge aus Schüler:innenperspektive. Kontinuitäten der Langformschule und die Bedeutsamkeit sozialer Beziehungen
摘要
Die wissenschaftliche Begleitforschung des Primus-Schulversuchs interessiert sich dezidiert für die Frage, was es für die Schüler:innen bedeutet, zehn Jahre lang eine Schule zu besuchen. Diesem Interesse nachgehend plausibilisiert der folgende Beitrag, dass und inwiefern Übergänge für Schüler:innen einer Langformschule dennoch relevant werden. Mit der Affekttheorie von Brian Massumi werden Übergänge als kollektive Erfahrung von Veränderungen verstanden und aus der Perspektive ausgewählter Schüler:innen der Primusschule konkretisiert. Der Beitrag beschreibt, wie die Gründungsidee des Schulversuchs, durch die Institutionalisierung einer Schule in Langform Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen, sich aus der Perspektive der Schüler:innen in der Möglichkeit einer Intensivierung sozialer Beziehung konkretisiert, die in ihrem Spannungsverhältnis von Stabilität und Veränderbarkeit eine unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche Bildungsbiografie darstellen.