Abstraktion und Individualisierung. Die (Un-)Gerechtigkeit der Organisation und ihre Sozialfiguren
摘要
Der Beitrag diskutiert die organisationale Dialektik von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit und analysiert, wie diese durch die Individualisierung von strukturbedingten Organisationsproblemen reproduziert wird. Dazu werden im ersten Schritt ausgewählte organisationstheoretische Ansätze aufgegriffen, die Organisationsstrukturen als Generatoren gesellschaftlicher (Un-)Gerechtigkeit entwerfen: Je nach Perspektive sind Organisationen durch die strukturbedingte Abstraktion von subjektiven Eigenheiten gerecht wie ungerecht. Im zweiten Schritt werden Sozialfiguren der Organisation thematisiert, die adressiert werden, um Negativeffekte organisationaler Strukturbildung zu überwinden. An Modellen von Unternehmertum und Führung wird aufgezeigt, dass sich die Dialektik organisationaler (Un-)Gerechtigkeit in der Projektion von Sozialfiguren der Organisation spiegelt. Die Individualisierung von Organisationsproblemen führt zu einer Daueraktualität organisationaler Heroismen, indem Sozialfiguren der Organisation im Zusammenhang mit strukturbedingten Transformationsherausforderungen eine Funktion vorbildhafter Anschauung realisieren.