Gerechtigkeit als soziale Praktik – Theorie und Empirie zur Konstitution von Gerechtigkeit im Kontext Führung und Organisation in Unternehmen
摘要
Gerechtigkeit lässt sich pädagogisch als sich in Handlungen ausdrückendes ethisches Prinzip und in der Justice-in-Organizations-Forschung als formale Dimension für Aushandlungsprozesse fassen. In beiden Fällen zeigt sich, dass sich Gerechtigkeit zwischen individuellem Handeln und organisationalen Strukturen als soziale Praktik konstituiert. Im Sinne einer Theorie sozialer Praktiken lässt sich diesbezüglich auf relationale Ausdrucksformen von Gerechtigkeit im rekursiven Verhältnis zwischen individuellen Dispositionen und organisationalen Kodierungen verweisen. Als theoretische wie empirische Konsequenz lassen sich z. B. die Auseinandersetzung mit mentalen Modellen samt dem Empfinden im Kontext Führung sowie Intentionalität, Partizipation und Argumentation als Rahmen zur Ermöglichung der Konstitution von Gerechtigkeit in Unternehmen nennen.