Beratung durch Praxisreferent:innen in studienintegrierten Praxisphasen zwischen Formalisierung und Grenzüberschreitung – eine Reflexion gerechtigkeitssensibler Beratung
摘要
Der Beitrag greift die Beratung von Studierenden durch Praxisreferent*innen in Studiengängen der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit als Kontext auf. Dabei wird eine gerechtigkeitssensible Beratung aufgrund der formalorganisatorischen Rahmenbedingungen studienintegrierter Praxisphasen mit den organisationalen Bedingungen der Lernortkooperation konfrontiert (doppelte Mitgliedschaft, Unmöglichkeit des Einflusses auf die Entscheidungsautonomie sowie Umgangsweise mit Skandalisierung) und gestaltet sich diesbezüglich als besonders herausfordernd. Die Kooperation der Lernorte Hochschule und (Berufs-)Praxis wird an der Schnittstelle der Lernorte in den Praxisreferaten bearbeitet und muss in der Beratung und Begleitung von Studierenden mit den feldimmanenten Logiken beider Lernorte umgehen. Eine Fallvignette einer Studierenden, die in ihrer studienintegrierten Praxisphase eine Grenzverletzung erlebt hat, wird zum Anlass genommen die Aufgaben der Beratung durch Praxisreferent*innen im Spannungsfeld von Formalisierung und Grenzüberschreitung zu rekonstruieren und Impulse für eine gerechtigkeitssensible Beratung zu entwickeln.