Die Schlussbemerkungen reflektieren das Modellieren im Mathematikunterricht unter bildungstheoretischen Gesichtspunkten. Problematisiert wird, dass im Modellierungsdiskurs reale Situationen und deren sprachliche Darstellung häufig gleichgesetzt werden und ein einseitig psychologischer Zugriff dominiert. Zum einen wird für einen interdisziplinären Zugang zur Erforschung von Modellierungsprozessen plädiert, der auch soziologische und wissenschaftstheoretische Perspektiven einbezieht. Zum anderen wird – angelehnt an Adornos Bildungsbegriff – aufgezeigt, dass der Mathematikunterricht Verstehen und Erfahrung als zentrale Bildungsdimensionen zu wenig berücksichtigt und damit zur Halbbildung beiträgt.

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Schlussbemerkungen

  • Uwe Schürmann

摘要

Die Schlussbemerkungen reflektieren das Modellieren im Mathematikunterricht unter bildungstheoretischen Gesichtspunkten. Problematisiert wird, dass im Modellierungsdiskurs reale Situationen und deren sprachliche Darstellung häufig gleichgesetzt werden und ein einseitig psychologischer Zugriff dominiert. Zum einen wird für einen interdisziplinären Zugang zur Erforschung von Modellierungsprozessen plädiert, der auch soziologische und wissenschaftstheoretische Perspektiven einbezieht. Zum anderen wird – angelehnt an Adornos Bildungsbegriff – aufgezeigt, dass der Mathematikunterricht Verstehen und Erfahrung als zentrale Bildungsdimensionen zu wenig berücksichtigt und damit zur Halbbildung beiträgt.