Dieses Kapitel analysiert das Verhältnis von Mathematik und Welt unter Rückgriff auf philosophische und soziologische Perspektiven. Es wird gezeigt, dass mathematische Modellierungen nicht nur Werkzeuge zur Beschreibung der Realität sind, sondern auch aktiv an der Konstruktion von Wirklichkeit mitwirken. Zudem wird argumentiert, dass Modellierungen stets ethische Implikationen mit sich bringen. Anhand des Konzepts der De-/Mathematisierung wird verdeutlicht, wie Mathematik gesellschaftliche Prozesse beeinflusst und dabei sowohl ermöglichend als auch ausschließend wirken kann.

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Zum Weltverhältnis der Mathematik

  • Uwe Schürmann

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Dieses Kapitel analysiert das Verhältnis von Mathematik und Welt unter Rückgriff auf philosophische und soziologische Perspektiven. Es wird gezeigt, dass mathematische Modellierungen nicht nur Werkzeuge zur Beschreibung der Realität sind, sondern auch aktiv an der Konstruktion von Wirklichkeit mitwirken. Zudem wird argumentiert, dass Modellierungen stets ethische Implikationen mit sich bringen. Anhand des Konzepts der De-/Mathematisierung wird verdeutlicht, wie Mathematik gesellschaftliche Prozesse beeinflusst und dabei sowohl ermöglichend als auch ausschließend wirken kann.