Vorwort
摘要
Das Vorwort entfaltet die erkenntnistheoretische, gesellschaftskritische und bildungstheoretische Rahmung der Arbeit anhand literarischer und historischer Fallbeispiele. Borges’ Erzählung von der 1:1-Karte, der Umgang mit den Kreisquadrierern im 19. Jahrhundert sowie die Rolle des Mathematikdidaktikers Walther Lietzmann im Nationalsozialismus dienen als Ausgangspunkte für eine kritische Reflexion über die Wirkungsweisen mathematischer Erkenntnis. Dabei wird das Spannungsverhältnis zwischen Modell, Realität und Macht herausgearbeitet und die gesellschaftliche Bedeutung mathematischer Bildung thematisiert. Die Autorposition ist geprägt von einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Modellierungsdiskurs und dem Anspruch, diesen theoretisch zu fundieren. Als Vorbereitung auf die in den Folgekapiteln formulierten Forschungsfragen und theoretischen Analysen wird ein erkenntnisleitendes Programm skizziert, das sich auf ontische, epistemologische und konzeptuelle Interessen stützt.