Das MVP – Medizinische Versorgung für papierlose und nicht versicherte Menschen in Bremen Noch Parallelsystem oder ein Schritt in die Regularität?
摘要
Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dem Projektansatz sowie der Umsetzung des Projekts Medizinische Versorgung für papierlose und nicht versicherte Menschen (MVP) in Bremen. Zunächst werden die rechtlichen und politischen Entwicklungen seit Einführung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) in den 90er Jahren dargestellt, die zur Entwicklung des heutigen Projekts MVP beigetragen haben. Es folgt die Projektstruktur, bestehend aus Clearing, medizinischer Sprechstunde und der Ausgabe von Kostenübernahmescheinen sowie der damit verbundenen Abrechnung. Die Entscheidung gegen eine explizite Anonymisierung und für die bevorzugte Verwendung von Klarnamen in der Stadt Bremen erhält darin eine besondere Gewichtung. Die große Anzahl der Nutzer:innen verdeutlicht die Relevanz dieses Themas in Bremen. Es knüpfen sich weiterführende Überlegungen dazu an, ob Zwischenlösungen von Modellprojekten wie das MVP Bremen ausreichend sind oder eher gesamtgesellschaftliche Ansätze, die die eigentlichen Problematiken wirkungsvoller und nachhaltiger angehen können.