Das sich Entziehende des Traumes
摘要
Eine sich über die Epochen und Perspektiven hinweg haltende Konstante scheint genau in dem Rätsel zu bestehen, das der Traum dem Individuum, der Wissenschaft und der Gesellschaft aufgibt, und uns kollektiv und individuell an den Traum bindet. Die Unverfügbarkeit des Traums ist das Bindemittel zwischen Traum und Selbst und der Anstoß für die Entwicklung und Etablierung von Praktiken im Umgang mit Träumen sowie ein verbindendes Element zwischen Gesellschaft und Traum. In diesem letzten Teil meiner kultursoziologischen Untersuchung des nächtlichen Träumens werde ich vor allem die Momente des ‚Sich-Entziehens‘ von Traum und Träumen vor- und herausstellen und auf das eingehen, was den Traum einerseits diskursiv ausmacht, sich aber nicht konkret (be)greifen, benennen und erst recht nicht vereinnahmen lässt.