Einleitung
摘要
Die Dissertation analysiert die Bildungswege von Heranwachsenden aus palästinensischen Mehrkindfamilien mit Fluchtmigrationsbiografie. Ausgangspunkt sind die Berliner Schuleingangsuntersuchungen, die bei dieser Gruppe signifikant schlechtere Ergebnisse zeigen, ohne Ursachen zu benennen. Vor dem Hintergrund wachsender Mehrkindfamilienzahlen mit Fluchtmigrationsbiografie untersucht die Arbeit familiale, soziale und institutionelle Bedingungen, die Bildungsverläufe prägen. Mittels biografisch-fallrekonstruktiver Interviews werden transgenerationale Belastungen, strukturelle Barrieren sowie Ressourcen innerhalb und außerhalb der Familie sichtbar gemacht. Die Analyse orientiert sich an Bourdieus Kapitaltheorie und versteht „Bildungserfolg“ als Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen individueller Biografie und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur kritischen Migrationsforschung, indem sie dominante Narrative hinterfragt und konkrete sozialpolitische Handlungsbedarfe aufzeigt. Sie versteht sich als Teil einer inklusiven Gesellschaftsstudie mit dem Ziel, strukturelle Bildungsungleichheiten sichtbar zu machen und zu überwinden.