Die Digital Public Balanced Scorecard (DPBSC) stellt auf Grundlage der vorangegangenen Überlegungen eine konzeptionelle Weiterentwicklung der klassischen Balanced Scorecard dar und adressiert die spezifischen Anforderungen strategischer Steuerung im öffentlichen Sektor unter Bedingungen digitaler Transformation. Im Fokus der Überlegungen steht vorliegend zunächst die begriffliche und strukturelle Anpassung an institutionelle Besonderheiten der Verwaltung. Die DPBSC integriert fünf modifizierte Perspektiven: Leistungs- bzw. Auftragsperspektive, Kundenperspektive, Haushaltsperspektive, Prozessperspektive sowie die Lern- und Entwicklungsperspektive. Diese Perspektivenstruktur reflektiert die unterschiedlichen Steuerungslogiken öffentlicher Institutionen und ermöglicht eine differenzierte Abbildung strategischer Ziel-, Kennzahlen-, Vorgaben- und Maßnahmenbündel. Die Begriffswahl „Digital Public Balanced Scorecard“ wurde dabei bewusst getroffen. Ergänzend wird ein modifizierter Entwicklungsprozess für die Implementierung der DPBSC im behördlichen Kontext beschrieben, der neben der strategischen Zielableitung auch rechtliche und administrative Besonderheiten berücksichtigt. Durch ihre konzeptionelle Schärfe bietet die DPBSC ein anpassungsfähiges Steuerungsmodell, das verwaltungsspezifische Zielsysteme operationalisierbar macht und somit eine fundierte Grundlage für die digitale Verwaltungsmodernisierung bildet.

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Die Digital Public Balanced Scorecard: Anforderungen an eine Balanced Scorecard im E-Government

  • Julian Walter Maurer

摘要

Die Digital Public Balanced Scorecard (DPBSC) stellt auf Grundlage der vorangegangenen Überlegungen eine konzeptionelle Weiterentwicklung der klassischen Balanced Scorecard dar und adressiert die spezifischen Anforderungen strategischer Steuerung im öffentlichen Sektor unter Bedingungen digitaler Transformation. Im Fokus der Überlegungen steht vorliegend zunächst die begriffliche und strukturelle Anpassung an institutionelle Besonderheiten der Verwaltung. Die DPBSC integriert fünf modifizierte Perspektiven: Leistungs- bzw. Auftragsperspektive, Kundenperspektive, Haushaltsperspektive, Prozessperspektive sowie die Lern- und Entwicklungsperspektive. Diese Perspektivenstruktur reflektiert die unterschiedlichen Steuerungslogiken öffentlicher Institutionen und ermöglicht eine differenzierte Abbildung strategischer Ziel-, Kennzahlen-, Vorgaben- und Maßnahmenbündel. Die Begriffswahl „Digital Public Balanced Scorecard“ wurde dabei bewusst getroffen. Ergänzend wird ein modifizierter Entwicklungsprozess für die Implementierung der DPBSC im behördlichen Kontext beschrieben, der neben der strategischen Zielableitung auch rechtliche und administrative Besonderheiten berücksichtigt. Durch ihre konzeptionelle Schärfe bietet die DPBSC ein anpassungsfähiges Steuerungsmodell, das verwaltungsspezifische Zielsysteme operationalisierbar macht und somit eine fundierte Grundlage für die digitale Verwaltungsmodernisierung bildet.