Bei der Balanced Scorecard (BSC) handelt es sich um ein etabliertes Instrument des strategischen Controllings, welches finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungsgrößen in einem ganzheitlichen Rahmen verknüpft. Ausgehend von Vision und Strategie erfolgt eine strukturierte Operationalisierung in vier Grundperspektiven, der Finanz-, Kunden-, Prozess- sowie Lern- und Entwicklungsperspektive. Die Wirkung dieser Perspektiven entfaltet sich dabei insbesondere in ihrer kausalen Verknüpfung, wodurch Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge eine zentrale Rolle einnehmen. Die Kenngrößen der BSC bilden dabei sowohl Früh- als auch Spätindikatoren ab und können projektspezifisch angepasst werden. Die BSC fungiert zugleich als Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrument, welches auch bereichs- und branchenübergreifend einsetzbar ist. Neben den Standardperspektiven lassen sich auch zusätzliche Perspektiven integrieren, was ihre Flexibilität unterstreicht. Der Entwicklungsprozess der BSC orientiert sich idealtypisch an einem mehrphasigen Modell, welches von der strategischen Grundlegung über die Ableitung von Zielen und Kennzahlen bis hin zur Umsetzung und zum Monitoring reicht. Als strategischer Handlungsrahmen ermöglicht die BSC die Verbindung langfristiger Zielsetzungen mit operativen Maßnahmen. Gleichwohl sind methodische und praktische Grenzen zu berücksichtigen, etwa hinsichtlich möglicher Willkür bei der Auswahl von Kennzahlen, der Gefahr der Überfrachtung sowie der Herausforderung einer ressourcenschonenden Implementierung. Der kritische Umgang mit den Annahmen und Einsatzbedingungen der BSC ist daher integraler Bestandteil und zugleich Voraussetzung ihrer gelingenden Anwendung.

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Die Balanced Scorecard als Instrument des strategischen Controllings

  • Julian Walter Maurer

摘要

Bei der Balanced Scorecard (BSC) handelt es sich um ein etabliertes Instrument des strategischen Controllings, welches finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungsgrößen in einem ganzheitlichen Rahmen verknüpft. Ausgehend von Vision und Strategie erfolgt eine strukturierte Operationalisierung in vier Grundperspektiven, der Finanz-, Kunden-, Prozess- sowie Lern- und Entwicklungsperspektive. Die Wirkung dieser Perspektiven entfaltet sich dabei insbesondere in ihrer kausalen Verknüpfung, wodurch Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge eine zentrale Rolle einnehmen. Die Kenngrößen der BSC bilden dabei sowohl Früh- als auch Spätindikatoren ab und können projektspezifisch angepasst werden. Die BSC fungiert zugleich als Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrument, welches auch bereichs- und branchenübergreifend einsetzbar ist. Neben den Standardperspektiven lassen sich auch zusätzliche Perspektiven integrieren, was ihre Flexibilität unterstreicht. Der Entwicklungsprozess der BSC orientiert sich idealtypisch an einem mehrphasigen Modell, welches von der strategischen Grundlegung über die Ableitung von Zielen und Kennzahlen bis hin zur Umsetzung und zum Monitoring reicht. Als strategischer Handlungsrahmen ermöglicht die BSC die Verbindung langfristiger Zielsetzungen mit operativen Maßnahmen. Gleichwohl sind methodische und praktische Grenzen zu berücksichtigen, etwa hinsichtlich möglicher Willkür bei der Auswahl von Kennzahlen, der Gefahr der Überfrachtung sowie der Herausforderung einer ressourcenschonenden Implementierung. Der kritische Umgang mit den Annahmen und Einsatzbedingungen der BSC ist daher integraler Bestandteil und zugleich Voraussetzung ihrer gelingenden Anwendung.