Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland
摘要
Die Auseinandersetzung mit digitalisierungsbezogenen Entwicklungen in der deutschen Verwaltungsmodernisierung beginnt mit einer Einordnung zentraler Begriffe und Strukturen. Zu Beginn steht ein Blick auf die historische Entwicklung des E-Governments. Im Verlauf der letzten Jahre hat sich dessen Verständnis deutlich verschoben, weg von einer technikzentrierten Betrachtung hin zu einem Ansatz, der stärker auf Transformation, Servicequalität und Bürgerbezug ausgerichtet ist. Für die begriffliche Fundierung wird die Passauer Definition nach Heckmann herangezogen, da sie im Gegensatz zur sogenannten Speyrer Definition ein interaktives und strukturell reflektiertes E-Government-Modell beschreibt. Darüber hinaus wird auch zwischen Digitalisierung und digitaler Transformation differenziert. Darauf aufbauend erfolgt eine Darstellung verschiedener Erscheinungsformen digitaler Verwaltung, unterschieden nach Beziehungstypen (A2A, A2B, A2C) sowie nach Digitalisierungsstufen (Information, Kommunikation, Transaktion, Integration). Der abschließende Teil des Kapitels widmet sich dem Stand der digitalen Verwaltung in Deutschland. Dabei wird dieser sowohl im internationalen Vergleich als auch innerhalb der föderalen Strukturen betrachtet. Deutlich wird, dass auf Bundesebene weiterhin erheblicher Aufholbedarf besteht, während auf Landesebene differenzierte Fortschritte erkennbar sind, zugleich aber auch noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern vorherrschen.