Der Zusammenbruch des festen Wechselkurssystems von Bretton Woods zwang die Länder neue Lösungen zur Gestaltung ihrer Währungsbeziehungen zu finden. Während einige Länder sich weiterhin für feste Wechselkursbeziehungen entschieden, bevorzugten andere Länder flexible Wechselkurse, von denen sie sich verschiedene Vorteile erhofften. Es zeigte sich aber schnell, dass mit den neuen Chancen auch Risiken und Gefahren verknüpft waren, die neue Formen internationaler währungspolitischer Kooperation, etwa im Rahmen der G7 und der G20, erforderlich machten, aber gleichzeitig die neuen Freiheiten auch wieder einschränkten. Erwartungen, wie stabile Wechselkurse, ein rascher Abbau von Ungleichgewichten der Leistungsbilanz oder eine Wiedergewinnung größerer nationaler wirtschaftspolitischer Autonomie wurden nur begrenzt erfüllt. Internationale Koordinierungsbemühungen mussten daher immer wieder auch auf die Bewältigung diverser Verschuldungskrisen von Entwicklungs- und Schwellenländern, wie der Schuldenkrise Lateinamerikas 1982 oder der Asienkrise 1997/98, konzentrieren. Hierbei ging es vor allem um die Zusammenstellung von umfangreichen angepassten Kreditpaketen, mit denen aktuelle Leistungsbilanzprobleme bzw. konkrete Rückzahlungsprobleme der betroffenen Länder überbrückt werden sollten. Gleichzeitig wurden die Länder mit Vorschlägen und Bedingungen zur Reform ihrer Wirtschaftspolitik unterstützt, um so die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Auslandsverschuldung wieder auf eine tolerable Größenordnung zurückzuführen.

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Neuordnung des internationalen Währungssystems

  • Eckart Koch

摘要

Der Zusammenbruch des festen Wechselkurssystems von Bretton Woods zwang die Länder neue Lösungen zur Gestaltung ihrer Währungsbeziehungen zu finden. Während einige Länder sich weiterhin für feste Wechselkursbeziehungen entschieden, bevorzugten andere Länder flexible Wechselkurse, von denen sie sich verschiedene Vorteile erhofften. Es zeigte sich aber schnell, dass mit den neuen Chancen auch Risiken und Gefahren verknüpft waren, die neue Formen internationaler währungspolitischer Kooperation, etwa im Rahmen der G7 und der G20, erforderlich machten, aber gleichzeitig die neuen Freiheiten auch wieder einschränkten. Erwartungen, wie stabile Wechselkurse, ein rascher Abbau von Ungleichgewichten der Leistungsbilanz oder eine Wiedergewinnung größerer nationaler wirtschaftspolitischer Autonomie wurden nur begrenzt erfüllt. Internationale Koordinierungsbemühungen mussten daher immer wieder auch auf die Bewältigung diverser Verschuldungskrisen von Entwicklungs- und Schwellenländern, wie der Schuldenkrise Lateinamerikas 1982 oder der Asienkrise 1997/98, konzentrieren. Hierbei ging es vor allem um die Zusammenstellung von umfangreichen angepassten Kreditpaketen, mit denen aktuelle Leistungsbilanzprobleme bzw. konkrete Rückzahlungsprobleme der betroffenen Länder überbrückt werden sollten. Gleichzeitig wurden die Länder mit Vorschlägen und Bedingungen zur Reform ihrer Wirtschaftspolitik unterstützt, um so die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Auslandsverschuldung wieder auf eine tolerable Größenordnung zurückzuführen.