Visuelle Gestaltungsraster als integrativer Bestandteil des Nutzungsrahmens
摘要
Es werden der Aufbau und die Charakteristika von visuellen Gestaltungsrastern erläutert, deren Funktion darin besteht, den Nutzer zu motivieren und im interaktiven Nutzungsprozess zu orientieren. Gestaltungsraster unterteilen die Bildschirmoberfläche in kleinere geometrische Einheiten, wobei die Aufteilung des Bildschirms der vorgegebenen Nutzungsabfolge entspricht, die den interaktiven Informationsfluss bestimmt. Es wird aufgezeigt, welches visuelle System sowohl für einen mehrdimensionalen Informationsfluß geeignet ist, als auch dem ästhetischen Anspruch an ein funktionsgerechtes Interface genügt. Im Zentrum dieser Untersuchungen steht die Gliederung der Bildschirmoberfläche auf der Basis von mathematischen Reihen mit einer nutzungskonformen Anordnung aller funktionalen und informativen Elemente. Ein solches Gestaltungsraster ordnet alle visuellen Elemente in einem Ambiente aus Formen und Farben und setzt diese funktional-ästhetisch zueinander in ein entsprechendes Verhältnis, das zur Nutzung motiviert und im interaktiven Nutzungsprozess orientiert. Das hier vorgestellte Spiralmodell basiert auf der Fibonacci-Zahlenfolge und entspricht somit einem mathematisch-ästhetischen Teilungsprinzip. In diesem Kontext wird auch auf den historischen Ursprung der Fibonacci-Zahlenreihe und auf den Goldenen Schnitt verwiesen, der in vielen Naturformen nachweisbar ist. Darüber hinaus sind Flächenaufteilungen nach den mathematischen Regeln der Kombinatorik möglich, deren konventionelles Ordnungsprinzip einer gewohnten Nutzungsabfolge entspricht. Da das visuelle Ambiente eines Gestaltungsrastern mit ästhetischer Form- und Farbgebung das Nutzerverhalten zwar unmittelbar beeinflusst, von Nutzern aber unterschiedlich wahrgenommen wird, werden in Folge mehrere Ambientevarianten vorgestellt, deren Farbgebung jeweils einem speziellen Nutzernaturell entspricht.