Im Wiederaufbau nach Katastrophen und in der Vorsorge ist es entscheidend, die Resilienz besonders schutzwürdiger Infrastrukturen, die in diesem Kapitel behandelt werden, zu stärken. Dazu muss die Identifikation dieser Infrastrukturen auf regionaler und lokaler Ebene erfolgen. Eine partizipative Kritikalitätsanalyse kann z. B. helfen, Interdependenzen zwischen Infrastrukturen zu erkennen, und Ansatzpunkte zur frühzeitigen Unterbrechung von Kaskaden aufzeigen. Zusätzlich zur Hochwassergefahr müssen auch Starkregen und Sturzfluten berücksichtigt werden. Die Erstellung von Gefahrenkarten hilft, die potenzielle Betroffenheit zu beurteilen. Schutzwürdige Infrastrukturen sollten idealerweise in Risikogebieten, die über das HQ100 hinausgehen oder von extremen Starkregenereignissen betroffen sein könnten, vermieden oder aus diesen Bereichen verlagert werden. Die Raumplanung kann durch risikobasierte Bauleit‐ und Regionalplanung zur Resilienzstärkung beitragen, z. B. durch den Ausschluss bestimmter Nutzungen.

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Kritische und sensible Infrastrukturen: „Wieder- versus Neuaufbau“

  • Alessa Trüdinger,
  • Jörn Birkmann,
  • Mark Fleischhauer,
  • Stefan Greiving

摘要

Im Wiederaufbau nach Katastrophen und in der Vorsorge ist es entscheidend, die Resilienz besonders schutzwürdiger Infrastrukturen, die in diesem Kapitel behandelt werden, zu stärken. Dazu muss die Identifikation dieser Infrastrukturen auf regionaler und lokaler Ebene erfolgen. Eine partizipative Kritikalitätsanalyse kann z. B. helfen, Interdependenzen zwischen Infrastrukturen zu erkennen, und Ansatzpunkte zur frühzeitigen Unterbrechung von Kaskaden aufzeigen. Zusätzlich zur Hochwassergefahr müssen auch Starkregen und Sturzfluten berücksichtigt werden. Die Erstellung von Gefahrenkarten hilft, die potenzielle Betroffenheit zu beurteilen. Schutzwürdige Infrastrukturen sollten idealerweise in Risikogebieten, die über das HQ100 hinausgehen oder von extremen Starkregenereignissen betroffen sein könnten, vermieden oder aus diesen Bereichen verlagert werden. Die Raumplanung kann durch risikobasierte Bauleit‐ und Regionalplanung zur Resilienzstärkung beitragen, z. B. durch den Ausschluss bestimmter Nutzungen.