Krisen wie die Corona-Pandemie zeichnen sich durch Unwägbarkeiten und Kontingenzen aus. Insbesondere sozioökonomisch benachteiligte Haushalte, darunter vor allem wohnungslose Menschen, waren besonders von den sozialen Auswirkungen von Covid-19 betroffen. Um durch die Krise zu navigieren, war oftmals die Gleichzeitigkeit von planvollem Handeln entlang der etablierten sozialen Infrastruktur und raschem Handeln durch soziale Innovationen gefragt. Hierbei sind Kooperationen und Koproduzent:innen der Sozialen Arbeit insbesondere in Krisenzeiten von immenser Wichtigkeit, um innovativ, kreativ und schnell reagieren zu können. Es hat sich gezeigt, dass neben Anpassungen der professionellen Strukturen an den Krisenmodus eine stabile soziale Infrastruktur notwendig ist, um Menschen in prekären Lebenslagen das Recht auf Teilhabe zu gewähren. Dies erfolgt in der Stadt Karlsruhe entlang einer strategischen Armutsbekämpfung. Anhand von vier kommunalen Handlungsfeldern wird beschrieben, wie das Recht auf Teilhabe, entsprechend der eingeschränkten Rahmenbedingungen, auch während der Krise verwirklicht werden konnte und wie die Karlsruher Wohnungslosenhilfe durch die Krise kam. Die soziale Wohnraumversorgung, die vor allem wohnungslose Menschen adressiert, ist hierbei ein zentrales Element.

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Wie die Karlsruher Wohnungslosenhilfe durch die Corona-Pandemie navigierte

  • Regina Heibrock,
  • Martin Lenz

摘要

Krisen wie die Corona-Pandemie zeichnen sich durch Unwägbarkeiten und Kontingenzen aus. Insbesondere sozioökonomisch benachteiligte Haushalte, darunter vor allem wohnungslose Menschen, waren besonders von den sozialen Auswirkungen von Covid-19 betroffen. Um durch die Krise zu navigieren, war oftmals die Gleichzeitigkeit von planvollem Handeln entlang der etablierten sozialen Infrastruktur und raschem Handeln durch soziale Innovationen gefragt. Hierbei sind Kooperationen und Koproduzent:innen der Sozialen Arbeit insbesondere in Krisenzeiten von immenser Wichtigkeit, um innovativ, kreativ und schnell reagieren zu können. Es hat sich gezeigt, dass neben Anpassungen der professionellen Strukturen an den Krisenmodus eine stabile soziale Infrastruktur notwendig ist, um Menschen in prekären Lebenslagen das Recht auf Teilhabe zu gewähren. Dies erfolgt in der Stadt Karlsruhe entlang einer strategischen Armutsbekämpfung. Anhand von vier kommunalen Handlungsfeldern wird beschrieben, wie das Recht auf Teilhabe, entsprechend der eingeschränkten Rahmenbedingungen, auch während der Krise verwirklicht werden konnte und wie die Karlsruher Wohnungslosenhilfe durch die Krise kam. Die soziale Wohnraumversorgung, die vor allem wohnungslose Menschen adressiert, ist hierbei ein zentrales Element.