Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Ressortforschung als Seismograph, Support und Schnittstelle. Erkenntnisse während und Schlussfolgerungen aus der COVID-19-Pandemie
摘要
Ressortforschung als eine Spielart von Praxisforschung analysiert gesellschaftliche Entwicklungen und unterstützt durch evidenzbasierte Analysen politische Entscheiderinnen und Entscheider. Der Beitrag diskutiert Organisation und Wirken der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) während der COVID-19-Pandemie. Die Krise zeigt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz als Gegenstandsbereich der BAuA drei Facetten. Bestimmte Methoden der Ressortforschung wurden als Seismograph eingesetzt, um Veränderungen in der pandemischen Arbeitswelt zu beobachten und zu analysieren. Ressortforschung lieferte Support, indem Expertise der BAuA eingespeist wurde in bundesweite Krisenstrategien und die Erarbeitung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel. Ressortforschung fungiert als Schnittstelle zwischen verschiedenen Fach- und Wissensbereichen, im aktuellen Fall zwischen Arbeits- und Infektionsschutz. Alle drei Aspekte von Ressortforschung der BAuA werden näher beleuchtet und mit Veränderungen des Arbeitsschutzes sowie der Frage der Nachhaltigkeit dieser Anpassungen in Zusammenhang gebracht.