Adaptiver Unterricht ist entscheidend für den Umgang mit der Heterogenität von Schüler*innen. Dafür gilt es, Lernangebote kontinuierlich an die individuellen Lernvoraussetzungen anzupassen. Adaptivität wird jedoch bislang selten empirisch erforscht. Dieser Beitrag untersucht daher Schulpreisträgerschulen des Deutschen Schulpreises, deren Unterrichtspraxis ein hohes Potenzial für Adaptivität aufweist. Ziel ist es, Übereinstimmungen und Unterschiede in den Wahrnehmungen der Unterrichtsqualität in Abhängigkeit von soziodemographischen Merkmalen, kognitiven und motivational-emotionalen Lernvoraussetzungen sowie von Differenzierungsmaßnahmen zu explorieren. Mit den Daten von 552 Grundschüler*innen aus 50 Klassen zeigen sich höherer Konsens für die Klassenführung und konstruktive Unterstützung als für die kognitive Aktivierung. Mehrebenenregressionsanalysen zeigen kein einheitliches Befundmuster zu interindividuellen Wahrnehmungsunterschieden abhängig von den Lernvoraussetzungen. Der Grad an Unterrichtsdifferenzierung steht in keinem Zusammenhang mit interindividuellen Unterschieden der Schüler*innen.

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Adaptiver Unterricht? Übereinstimmungen und Unterschiede in den Schüler*innenwahrnehmungen von Unterrichtsqualität

  • Katharina Schnitzler,
  • Nora Fröhlich,
  • Jasmin Decristan,
  • Benjamin Fauth,
  • Hanna Dumont

摘要

Adaptiver Unterricht ist entscheidend für den Umgang mit der Heterogenität von Schüler*innen. Dafür gilt es, Lernangebote kontinuierlich an die individuellen Lernvoraussetzungen anzupassen. Adaptivität wird jedoch bislang selten empirisch erforscht. Dieser Beitrag untersucht daher Schulpreisträgerschulen des Deutschen Schulpreises, deren Unterrichtspraxis ein hohes Potenzial für Adaptivität aufweist. Ziel ist es, Übereinstimmungen und Unterschiede in den Wahrnehmungen der Unterrichtsqualität in Abhängigkeit von soziodemographischen Merkmalen, kognitiven und motivational-emotionalen Lernvoraussetzungen sowie von Differenzierungsmaßnahmen zu explorieren. Mit den Daten von 552 Grundschüler*innen aus 50 Klassen zeigen sich höherer Konsens für die Klassenführung und konstruktive Unterstützung als für die kognitive Aktivierung. Mehrebenenregressionsanalysen zeigen kein einheitliches Befundmuster zu interindividuellen Wahrnehmungsunterschieden abhängig von den Lernvoraussetzungen. Der Grad an Unterrichtsdifferenzierung steht in keinem Zusammenhang mit interindividuellen Unterschieden der Schüler*innen.