Die rassisch-okkulte Ariosophie in Ungarn
摘要
Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der ideologische Orientierungspunkt für Intellektuelle aus dem ungarischen Teil der Habsburgermonarchie nach Wien. Die von Wien ausgehende Esoterik wurde nicht nur in Richtung Deutschland, sondern auch in Richtung Ungarn verbreitet. Eine Sprachbarriere gab es nicht, da Deutsch auch im östlichen Teil der Monarchie die Amtssprache war. Rassenmystiker, wie beispielsweise Guido von List und Jörg Lanz von Liebenfels hielten sich länger in Ungarn auf; so studierte von List in der zweiten Hälfte der 1870er Jahre in Westungarn, Lanz von Liebenfels lebte wiederum zwischen 1918 und 1933 (nach anderen Forschungen sogar bis 1945) zunächst in Budapest, danach vorwiegend am Nordufer des Plattensees Balaton. Ihre Ansichten, die die deutschsprachige nationalsozialistische Ideologie beeinflussten, konnten auch in Ungarn problemlos rezipiert werden.