Entwicklungsgeschichte der völkischen Esoterik – Voraussetzungen für Ungarn
摘要
Arthur Schopenhauer, Richard Wagner und Helena Blavatsky sahen den Ausweg aus dem Kulturpessimismus in der die Reinkarnation versprechenden Ideologie des Hinduismus, des Buddhismus und der Karmalehre. Schopenhauer sah die Erlösung der Welt in der Überwindung der drei Seelengifte Gier, Zorn und Verwirrung durch Bescheidenheit, Güte und Einsicht. Wagners Utopie der Erneuerung der Welt fand ihren Niederschlag in seiner Konzeption ‚Erlösung dem Erlöser‘, die wesentlich zu späteren Visionen über die Notwendigkeit eines ‚spirituellen Führers als Welterneuerer‘ beitrug. Diese erleuchteten ‚spirituellen Erlöser‘ waren bei Blavatsky die „vergötterten Menschen“ (also Arier). In seiner letzten Oper ‚Parsifal‘ verband Wagner seine radikale Umdeutung der christlichen Erlösungslehre mit dem bis ins Mittelalter zurückreichenden Gralsmythos und erschuf somit eine ‚Religion des Grals‘ als die Manifestation der irdischen Metaphysik und als völkisch-esoterische Ersatzreligion.