In der vorliegenden Arbeit wurde der völkisch-nationalen und der völkisch-esoterischen Ideologie (Metaphysik) aus kritisch-theoretischer analytischer Perspektive in Ungarn nachgegangen. Wichtigste Leitfrage war, wie es möglich ist, die Grundidee der Aufklärung, den menschenrechtlichen Universalismus, durch die Relevanz des völkischen und esoterischen Weltbildes als Alltagsreligion, als Schattenseite der aufgeklärten, emanzipatorischen Errungenschaften, ins Gegenteil zu verbiegen. Es hat sich herauskristallisiert, dass die – vermeintlich Erlösung spendende – quasi-religiöse Überhöhung des gesellschaftlichen Geschehens als Reaktion auf die Verunsicherung durch die Abstraktheit des menschenrechtlichen Universalismus der Moderne zu einem permanenten Kulturkampf führt, in dessen Mittelpunkt ein Vernichtungswahn steht; dieser richtet sich gegen die die Verunsicherung auslösenden Prinzipien als vermeintlichen moralischen Gegenpol, nämlich gegen den Kosmopolitismus, den Individualismus (Demos) sowie den menschenrechtlich-emanzipatorischen Universalismus.

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Resumee der Arbeit

  • Magdalena Marsovszky

摘要

In der vorliegenden Arbeit wurde der völkisch-nationalen und der völkisch-esoterischen Ideologie (Metaphysik) aus kritisch-theoretischer analytischer Perspektive in Ungarn nachgegangen. Wichtigste Leitfrage war, wie es möglich ist, die Grundidee der Aufklärung, den menschenrechtlichen Universalismus, durch die Relevanz des völkischen und esoterischen Weltbildes als Alltagsreligion, als Schattenseite der aufgeklärten, emanzipatorischen Errungenschaften, ins Gegenteil zu verbiegen. Es hat sich herauskristallisiert, dass die – vermeintlich Erlösung spendende – quasi-religiöse Überhöhung des gesellschaftlichen Geschehens als Reaktion auf die Verunsicherung durch die Abstraktheit des menschenrechtlichen Universalismus der Moderne zu einem permanenten Kulturkampf führt, in dessen Mittelpunkt ein Vernichtungswahn steht; dieser richtet sich gegen die die Verunsicherung auslösenden Prinzipien als vermeintlichen moralischen Gegenpol, nämlich gegen den Kosmopolitismus, den Individualismus (Demos) sowie den menschenrechtlich-emanzipatorischen Universalismus.