Mainstream-Ökonomik: Wenn der Mensch (eingeschränkt) rational entscheidet
摘要
Das Phänomen rationaler Entscheidungen fasziniert die volkswirtschaftliche Forschung. Hilfreiche Erkenntnisse liefert vor allem die Entscheidungstheorie, die den Kontext der Entscheidungsfindung überwiegend mathematisch abbildet. Dies nutzt die Mainstream-Ökonomik, die einen Entscheider attraktiv findet, der ein ECON und kein HUMAN ist und wie eine intellektuelle Maschine tickt. Vorteil eines solchen Idealbildes ist, dass wir Verhaltensmerkmale kennenlernen, die bei einer realistischen Sicht auf den Menschen verborgen bleiben. Und drehen wir an den attributiven Stellschrauben, um uns der Realität anzunähern, treten mögliche Verhaltensänderungen umso deutlicher hervor. Gleiches gilt für die Ermöglichungswelt des Entscheiders, wenn wir sie idealtypisch kontextualisieren (Modell der vollkommenen Konkurrenz) und uns schrittweise in eine unvollkommene Welt begeben. In diesem Kapitel befinden wir uns auf der ersten Stufe der Analyse menschlichen Entscheidens, die wir in den Kap. 4 und 5 schrittweise komplexer machen.