Selbstvermessung als Praxis mit designten Artefakten und operativen Diagrammen
摘要
Das Kapitel konzipiert Selbstvermessung grundlagentheoretisch als kontingente Praxis mit designten Artefakten und operativen Interfacediagrammen. Im Zentrum steht eine praxeologische Perspektive, die Selbstvermessung als relationales soziotechnisches Geschehen versteht. Aufbauend auf Theorien konjunktiver und kommunikativer Sozialität werden Praktiken mit Selbstvermessungsartefakten wie Apps und Smartphones als Träger impliziten Wissens sowie als mitbeteiligt an Subjektivierungsprozessen begriffen. Ein Fokus des Kapitels liegt auf der Rolle von operativen Diagrammen in den Interfaces von Self-Tracking-Artefakten, deren spezifische Medialität herausgearbeitet wird. Abschließend wird Selbstvermessung als ästhetisch imprägnierte Praxis verhandelt, in der Wahrnehmung, Gestaltung und Regierung subjektiver Erfahrung zusammenspielen.