Der Artikel diskutiert das Verhältnis der Psychologie, sozialarbeiterischen Distanzierungsarbeit und Radikalisierung. Während der Artikel zunächst das Verhältnis zwischen Psychologie, Radikalisierung und Distanzierungsarbeit historisch nachzeichnet, widmet sich der Hauptteil der kritischen Reflexion einer rein psychologischen Perspektive auf Radikalisierung und Distanzierung. Dabei wird dafür plädiert, dass psychologische Perspektiven und Hilfen in der Distanzierungsarbeit und im Verstehen von Radikalisierungsprozessen relevant und wichtig sind, jedoch nicht die einzige Perspektive sein dürfen. Vielmehr sprechen sich die Autor*innen für eine multiperspektivische Fallarbeit aus und benennen Schnittstellen von sozialarbeiterischer Distanzierungsarbeit und psychologischer Hilfe im Kontext der Extremismusprävention, um Radikalisierungsprozessen effektiv und nachhaltig zu begegnen.

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Zwischen Pathologisierung und differenzierter Betrachtung eines Phänomens: Ein Diskussionsbeitrag zum Verhältnis von Psychologie, Radikalisierung und Distanzierungsarbeit

  • Annika von Berg,
  • Thomas Mücke

摘要

Der Artikel diskutiert das Verhältnis der Psychologie, sozialarbeiterischen Distanzierungsarbeit und Radikalisierung. Während der Artikel zunächst das Verhältnis zwischen Psychologie, Radikalisierung und Distanzierungsarbeit historisch nachzeichnet, widmet sich der Hauptteil der kritischen Reflexion einer rein psychologischen Perspektive auf Radikalisierung und Distanzierung. Dabei wird dafür plädiert, dass psychologische Perspektiven und Hilfen in der Distanzierungsarbeit und im Verstehen von Radikalisierungsprozessen relevant und wichtig sind, jedoch nicht die einzige Perspektive sein dürfen. Vielmehr sprechen sich die Autor*innen für eine multiperspektivische Fallarbeit aus und benennen Schnittstellen von sozialarbeiterischer Distanzierungsarbeit und psychologischer Hilfe im Kontext der Extremismusprävention, um Radikalisierungsprozessen effektiv und nachhaltig zu begegnen.