Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas seit dem 07. Oktober 2023 wirkt sich auch auf Europa aus, vor allem durch den zunehmenden Antisemitismus und der Radikalisierung bestimmter Gruppen, die vor tätlichen Angriffen und Hassreden nicht zurückschrecken. Diese Auswirkungen haben einen äußerst hohen emotionalen Anteil. Insofern wird dieser Konflikt neben den vielen anderen Konflikten auch in der Selbstfürsorge von Berater*innen und Sozialarbeiter*innen in der Extremismusprävention eine wichtige Rolle spielen. Es gibt unter Berater*innen und Sozialarbeiter*innen im indizierten Bereich der Extremismusprävention einen hohen Bedarf an emotionsbezogener Selbstfürsorge, welche durch die Schulung entsprechender Kompetenzen in berufsbegleitenden Weiterbildungen gefördert werden könnte. Im strukturellen und konzeptionellen Mangel bei der Gestaltung von Fortbildungen spiegelt sich allerdings, dass der Bedarf von Berater*innen und Sozialarbeiter*innen nach Selbstfürsorge nicht gedeckt wird. Deshalb wird im vorliegenden Beitrag theoretisch aufgezeigt, wie der Einsatz von digitalen Medien (Videosimulationen, kollegiale Onlineberatung, E-Portfolio) und ein daraus hervorgehender Mehrwert bei der Gestaltung von auf emotionsbezogene Selbstfürsorge fokussierten Weiterbildungsangeboten Berater*innen und Sozialarbeiter*innen darin unterstützen kann, eine emotionsfokussierte-reflexive Handlungskompetenz zu erwerben und (weiter-) zu entwickeln. Eine hieraus resultierende Handlungssicherheit kann zur Unterstützung bei der Selbstfürsorge wesentlich unterstützen.

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Selbstfürsorge in der Extremismusprävention – Lerntheoretische Überlegungen als Grundlage zur Gestaltung von mediengestützten Fortbildungsangeboten für Beratungskräfte und Sozialarbeiter*innen

  • Jan Ilhan Kizilhan,
  • Florian Steger

摘要

Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas seit dem 07. Oktober 2023 wirkt sich auch auf Europa aus, vor allem durch den zunehmenden Antisemitismus und der Radikalisierung bestimmter Gruppen, die vor tätlichen Angriffen und Hassreden nicht zurückschrecken. Diese Auswirkungen haben einen äußerst hohen emotionalen Anteil. Insofern wird dieser Konflikt neben den vielen anderen Konflikten auch in der Selbstfürsorge von Berater*innen und Sozialarbeiter*innen in der Extremismusprävention eine wichtige Rolle spielen. Es gibt unter Berater*innen und Sozialarbeiter*innen im indizierten Bereich der Extremismusprävention einen hohen Bedarf an emotionsbezogener Selbstfürsorge, welche durch die Schulung entsprechender Kompetenzen in berufsbegleitenden Weiterbildungen gefördert werden könnte. Im strukturellen und konzeptionellen Mangel bei der Gestaltung von Fortbildungen spiegelt sich allerdings, dass der Bedarf von Berater*innen und Sozialarbeiter*innen nach Selbstfürsorge nicht gedeckt wird. Deshalb wird im vorliegenden Beitrag theoretisch aufgezeigt, wie der Einsatz von digitalen Medien (Videosimulationen, kollegiale Onlineberatung, E-Portfolio) und ein daraus hervorgehender Mehrwert bei der Gestaltung von auf emotionsbezogene Selbstfürsorge fokussierten Weiterbildungsangeboten Berater*innen und Sozialarbeiter*innen darin unterstützen kann, eine emotionsfokussierte-reflexive Handlungskompetenz zu erwerben und (weiter-) zu entwickeln. Eine hieraus resultierende Handlungssicherheit kann zur Unterstützung bei der Selbstfürsorge wesentlich unterstützen.